Sonntag, 22. Mai 2016

last in, first out



oder auch: frisches garn frisch auf den nadeln. wenn ich schon den guten vorsätzen untreu werde und das gutgefüllte wolllager mit noch mehr schönen strängen fülle, dann verstricke ich die wenigstens postwendend - wobei ich die beiden stränge in paris schon mit genau diesem projektplan aus dem regal gezogen habe. 

am 04. mai hatte ich mich nämlich sehr spontan als teststrickerin für einen neuen shawl von ambah beworben und habe prompt den zuschlag erhalten. und obwohl ich im lager drei (!) garnoptionen gehabt hätte, wusste ich sofort, als ich das garn bei la bien aimée gesehen habe, dass ich daraus den teststrick-shawl machen wollte. also mal kurzerhand die vernunft über bord geworfen und eingekauft.

bislang funktioniert der plan sehr gut: die leizu verstrickt sich ganz hervorragend, läuft prima über die nadel und ich genieße es, mal wieder mit einer nadel jenseits der 4 zu stricken. und auch die farben harmonieren genau so, wie ich es mir erhofft habe. 

heute abend hoffe ich noch den nächsten strick-meilenstein der anleitung zu erreichen. das wären noch 20 reihen. sollte ja machbar sein. deswegen heute nur kurz hier - ich bin dann mal stricken...

Sonntag, 15. Mai 2016

wollbindung on tour: paris

4 tage in paris bei bestem wetter. was für eine tolle stadt! und wie war das eigentlich mit den wollläden? ein selbstversuch - teil 2.

am letzten sonntag setzte der flieger kurz nach 8 uhr abends auf der frankfurter landebahn auf. ab da lief bei mir ein konsequent durchgeplantes abendprogramm ab, das damit begann, sich den rollkoffer bei der gepäckausgabe zu schnappen und damit endete, am nächsten tag zum einem pünktlich im büro zu sein und zum anderen einen gepackten rollkoffer für 2 kongresstage in berlin dabei zu haben. 
hat alles gut geklappt, leider mussten deshalb die paris-nachbetrachtungen etwas warten. immerhin kam ich heute, 6 tage später mal dazu, die bilder zu sichten, wolle zu wickeln und die paris-tage revue passieren zu lassen.


obwohl das schon mein insgesamt 3ter besuch in paris war und ich schon ausführlich über den montmartre, durch das marais oder an der seine entlang geschlendert bin, hat mich die stadt ganz neu begeistert. das lag natürlich auch an dem perfekten wetter: strahlender sonnenschein und jeden tag ein bißchen wärmer mit bis zu 26°C, aber nicht nur. das lange mädels-wochenende mit mama und schwester bot ja neben unserem ausgewähltem touristenprogramm (die rückenschmerzen von den langen fußmärschen und dem anstehen habe ich schon fast wieder vergessen...) auch viel leckeres essen, und an einem tag zeit für drei großartige wollläden.

damit ich in paris nicht ganz planlos da stehe, habe ich ja vorab mal das strickrelevante angebot gesichtet und mir vier läden herausgesucht, die ich mir näher ansehen wollte. wie das aber auch immer so ist mit den plänen, läuft es dann vor ort gerne auch mal ein bißchen anders. im endeffekt wurden es dann drei läden und das war auch ok. 

antje hat schon es in ihrem kommentar zum letzten beitrag ganz treffend beschrieben: "Das ganze Quartier rund um la bien aimée / l'oisivethé ist einen Besuch wert: Paris in ländlich." ich selbst war ganz überrascht, als ich am place d´italie von der metro hochlief und in die rue bobillot abbog. ist der platz selbst nämlich eher häßlich und seelenlos, wirkt die rue bobillot schon gleich viel freundlicher. von bäumen gesäumt führt sie in ein wirklich hübsches wohnviertel mit kleinen geschäften abseits vom trubel. das l´oisive thé liegt nach knapp 5 minuten fußmarsch an einer pittoresken strassenecke mit blick auf den begrünten place henri rousselle samt kinderspielplatz. bei guten wetter kann man dann gleich auch draußen sitzen und ganz entspannt bei tee oder kaffee stricken - eine richtige oase in der großstadt.



das lädchen selbst ist klein und gemütlich. es gibt eine gute teeauswahl, aber auch kaffee. ich hatte an dem tag noch nicht gefrühstückt und startete deswegen erst mal mit einem hipster-kaffee (ein café au lait im bonne-maman-marmeladenglas) und orangensaft. das wollangebot ist ebenfalls klein aber fein mit madelintosh, titus, malabrigo...
ich habe meinen besuch und den kaffee sehr genossen, konnte aber auch allen versuchungen noch widerstehen. allerdings lockte knapp 300m weiter ja noch das la bien aimée.





die rue paulin mery ist eine kleine stichstrasse von der rue du moulins des prés zurück zur rue bobillot und die leuchtend gelbe ladenfront fällt auch gleich ins auge. innen ist der laden zwar klein, aber hell und aufgeräumt. da an dem wochenende auch eine diy-messe in paris war, war hiro allein im laden und färbte gerade im hinterzimmer für die eigenmarke. sie war ein so nette und hilfsbereite beraterin und posierte so entzückend für das foto. bei all den besonderen garnen und wunderschönen färbungen bröckelten meine guten wolllager-vorsätze (von wegen nix neues kaufen und so) zusehends und schließlich entschied ich mich für 2 stränge von julie asselin, einer kanadischen handfärberin aus québec.


leizu ist ein garn in fingering qualität (115g/385m) mit 90% merino und 10% seide. es hat einen tollen griff (die seide macht es ein bißchen kühl) und die beiden farben - dragonfruit/drachenfrucht und pressée a froid/kalt gepreßt - werden zusammen beim nächsten teststrick verarbeitet. da zeige ich euch demnächst mehr.

da aller guten dinge bekanntlich drei sind, sprang ich am place d´italie einfach wieder in die metro und fuhr bis étienne marcel. von dort ist es nur ein katzensprung zur passage du grand cerf. und dort wiederum habe ich dann mein ganz persönliches wollladen-sahenhäubchen aufgetan: das lil weasel
schon die passage selbst ist einen besuch wert (wie überhaupt die passagen in paris). nicht nur bei schlechtem wetter läßt es sich hier vortrefflich schlendern und bummeln. am ende der pasage zur rue saint denis gibt es zudem eine sehr empfehlenswerte weinbar, das pas sage, die auch hervorragende küche serviert.




aber ich war ja hergekommen, um endlich das lil weasel zu besuchen, dass mir ja schon empfohlen worden war. also an der weinbar (war sowieso noch viel zu früh am tag für ein glas wein) und dem hirschgeweih vorbei hinein in die passage und dann ist man auf der linken seite schon am ziel seiner träume (zumindest als stricker_in). auch dieses lädchen ist klein, aber ganz zauberhaft eingerichtet und bietet dazu eine tolle auswahl. auf das plucky knitter-angebot hatte ich mich ja schon gefreut. aber zunächst musste ich bei den knöpfen stöbern (ein richtig feines angebot) und wurde auch prompt fündig. die nächsten baby-gestricke können kommen, denn die hiesige hasenknopf-kollektion wächst und wächst:


und dann muss ich ja auch sagen: wenn ich geahnt hätte, dass es bei plucky knitter eine farbe names kicky gibt, wäre ich ja noch viel vorfreudiger gewesen, als sowieso schon. als ich dann beim stöbern über die beiden stränge stolperte, mussten sie einfach mit nach hause. bello von plucky knitter ist ein merino/kaschmir-gemisch und entsprechend luxuriös im griff. kicky ist ein pink-rot, schwer mit der kamera einzufangen, und eine meiner neuen lieblingsfarben.



es war ja irgendwie schon klar, dass ich nicht nach paris fahre und ohne wolle wiederkomme. im endeffekt wuchs das wolllager also um 1463m/440g. la droguerie habe ich dann einfach mal links liegen lassen - noch mehr versuchungen mussten es dann auch nicht mehr sein ;)
dass beide garne aus kanada kommen, ist reiner zufall. allerdings ist es bei beiden herstellern auch jeweils meine premiere und ich bin sehr gespannt aufs verarbeiten. die beiden stränge von julie asselin liegen hier schon gewickelt, damit geht es dann nächste woche los.

dank der vorbereitenden recherche hatte ich fantastische strickmomente in paris und eben auch nicht das gefühl irgendwas verpasst zu haben. und es war gut kompatibel mit meinen beiden nicht-strickenden mitreisenden. 
und noch eine erfahrung: holznadeln beim mitnahmestrickzeug. damit gab es bei der air france zumindest mit dem strickzeug im handgepäck bei hin- und rückflug keinerlei probleme. 

Samstag, 30. April 2016

wollbindung on tour: paris - die planung

wohin des wegs als passionierte strickerin in paris? um die rare zeit vor ort bestmöglich zu nutzen, muss das angebot vorab gesichtet und priorisiert werden. wie kann man da vorgehen und wo gibts nützliche hilfen dazu? ein selbstversuch - teil 1.

die paris-idee haben meine mama, meine schwester und ich letztes jahr ausgetüftelt. im rückblick muss man ja sagen, dass dieses reiseziel unter umständen und aktuell nicht die sicherste wahl ist, wir werden es dennoch wagen. ein langes wochende mit knuffigem appartment mittendrin, einem ausgewählten touristen-programm und gemeinsamer zeit. dazu hübsche cafés, feine leckereien und einem kleinen wollprogramm für mich. ich möchte meine mitreisenden schließlich nicht zu sehr strapazieren, aber auch nicht komplett verzichten.

da das zeitkontingent somit arg limitiert ist, gilt es vorab die besten und vielversprechendsten local yarn stores zu identifizieren, um sie dann quasi zufällig anzusteuern, wenn man schon in der nähe ist. als die unterkunft gefunden und die ersten "das müssen wir uns unbedingt ansehen"-punkte zusammengestellt worden waren, machte ich mich so langsam daran, das wollangebot auf der ile de france zu sichten. 

neben der grundsätzlichen möglichkeit, über eine suchmaschine wie google oder bing nach wollläden vor ort zu suchen und die einzelnen webseiten abzusurfen, gibt es auch anbieter, die genau das schon gemacht haben und mehr oder weniger umfangreich das lokale angebot zusammenstellen.

ravelry.com bietet dafür schon seit längerem eine hübsche kleine funktion im bereich "yarn": eine suche für wolläden vor ort. in die suchmaske kann man nun entweder den namen des ladens eingeben oder eben einen ort, an dem und um den herum gesucht werden soll.
bei paris sieht das dann so aus, wenn man die umkreissuche auf 5 meilen eingegrenzt hat:
Screenshot ravelry.com / search local yarn store
screenshot: ravelry.com
in der listenansicht werden dann als erstes die reinen online-shops angezeigt, die kein ladengeschäft haben und bei einer solchen reiseplanung ja nun auch nicht wirklich weiterhelfen. um nun herauszufinden, wann die läden auch geöffnet haben und  - fast noch wichtiger - welches (garn)angebot sie haben, muss man sich nun durch die liste arbeiten. ein klick auf den namen öffnet jeweils eine detailsseite mit adresse, öffnungszeiten, weiteren online-profilen (url, facebook u.a.) sowie, in einem weiteren reiter, eine übersicht, welche garne, die dort gekauft wurden, bei ravelry als stash erfasst wurden.
das ganze ist zwar etwas klickintensiv, läßt aber fast keine wünsche offen (zumindest als ich das mit den reinen onlineshops verstanden hatte). 

auf einen blick:

  • 21 shops, davon 2 reine onlineshops für paris-zentrum (5-meilen-radius), 24 (davon 2 online) bei einem 10-meilen-radius
  • detailseite sehr umfangreich mit der möglichkeit garnqualitäten und auch projekte daraus zu recherchieren
  • daten aktuell
  • mein fazit: die gewohnte ravelry-qualität, durchdacht, informativ und durch die zahlreichen nutzer der plattform bleiben die daten auch aktuell

ein weiterer anbieter ist knitmap.com. auch hier kann nach name oder ort gesucht werden, und die ergebnisse werden aufgelistet. bei klick auf den namen öffnet sich eine detailseite mit den basis-informationen wie adresse und öffnungszeiten sowie tags, die weitere details zum angebot anzeigen (other crafts, classes, seating, snacks/refreshments,  wifi, spinning supplies, chain store). hier hat man zusätzlich auch die möglichkeit, die wollläden zu bewerten, neue anzulegen und sich eine route (=crawl) zusammenstellen zu lassen, inkl. einer wegbeschreibung, was ich natürlich sofort ausprobieren musste:

screenshot knitmap.com
screenshot: knitmap.com

auf einen blick:

  • 16 shops für paris-zentrum (kein radius wählbar)
  • keine reinen online-shops
  • detailseite gut mit tags zum angebot
  • möglichkeiten zu kommentieren, zu editieren (moderiert) und eine route zu planen
  • daten gut,  bisweilen nicht mehr ganz aktuell
  • mein fazit: schön gemacht und durch die nutzerkommentare kann man die verschiedenen angebote auch ganz gut einschätzen. ganz lustig: die sache mit der persönlichen reiseliste. mir fehlen infos zum jeweiligen garnangebot.

als drittes tool habe ich mir yarn-shops.com angesehen. das hatte just rebekka von queens-handmade vorgestellt. hier werden die suchergebnisse als kacheln / screenshots angezeigt, aber auch die reinen online-shops ausgegeben (ich hatte da dann verdacht, das die originären daten von ravelry gezogen werden und ein blick ins impressum zeigt, das stash2go dahinter steckt, die für ihre app die ravelry-schnittstelle nutzen. insofern hat der eindruck nicht getäuscht). eine detailsseite listet ebenfalls neben den öffnungszeiten die webseite, facebook-fanpage und ravelry-präsenz auf. 

auf einen blick:

  • 30 shops für paris-zentrum inkl. reine online-shops und kaufhäusern (kein radius wählbar) 
  • detailseite lediglich mit basisinformationen
  • daten gut,  bisweilen nicht mehr ganz aktuell
  • mein fazit: das schwächste angebot. trotz der umfangreichsten trefferliste bleibt der informationsgehalt weit hinter den beiden anderen anbietern zurück.
zu guter letzt habe ich dann einfach noch eine freundin gefragt, die im letzten jahr auf einer ausführlichen strickreise in paris war und sich dort schon einige wollgeschäfte angesehen hat. ihre tipps deckten sich dann so ziemlich mit meiner vorauswahl plus einer weiteren empfehlung. und da dieser laden nur 2 minuten von unserem appartment entfernt liegt, ist der besuch quasi ehrensache.

somit sieht nun meine auswahl nun folgendermaßen aus:
  • lil weasel - der wollladen in der paralellstrasse. hier freue ich mich besonders auf hedgehog fibres, the plucky knitter und old maiden aunt
  • la droguerie kenne ich schon aus montpellier und strassbourg. tolles angebot an kurzwaren und die wolle kauft man direkt vom strang. sicher auch was für meine mama, die viel näht.
  • la bien aimée / l'oisivethé, salon de thé et yarn shop - die shops gehören zusammen und liegen auch recht nah beieinander. hier gibt es so feine sachen wie koigu, alchemy, de rerum natura, walk collection, ba ram ewe, quince & co sowie eine feine eigenmarke la bien aimée. und die nichtstricker können dann einfach tee trinken während ich stöbere.
soweit also der plan. ich bin gespannt, wie es dann vor ort sein wird. und auch wenn das projekt stashabbau aktuell so wunderbar läuft: souvenirs müssen sein. ich werde also berichten...

Sonntag, 24. April 2016

erste streifen






beim letzten mal habe ich euch ja mehr pulloverhaftes versprochen. und es hat sogar geklappt. dank konzertierter und konzentrierter strickzeiten hat breathing space nun schon streifen, stillgelegte ärmelmaschen und alle verkürzten reihen sind gestrickt. ab sofort geht es nun wieder in runden drumherum.

und während ich mich eigentlich am fortschritt freuen und auf paris vorfreuen sollte und wollte, schlägt hier ein bißchen das leben zu: der mann hat sich einen gemeinen virus fürs wochenende zugelegt (inzwischen geht es wieder besser, vorgestern habe ich mir aber wirklich sorgen gemacht), das auto muckt und hat eine neue warnleuchte entdeckt (also erst mal in die werkstatt) und im job wird umstrukturiert. das fühlt sich nun an, als würde man einfach mal in die parallelklasse zwangsversetzt. die kennt man zwar auch vom schulhof, hat auch ein paar gute kontakte, aber den neuen klassenlehrer und die klassensprecherin kann ich noch nicht einschätzen (um mal im bild zu bleiben). außerdem bleibt dabei unser team auf der strecke und das war nun mal ein toller und dazu performanter haufen. ich werde die kolleg_innen vermissen. sich nur noch gelegentlich auf dem flur und bei verabredeten mittagessen zu sehen, ist nicht dasselbe, wie sich ein büro zu teilen und zusammen einen guten job zu machen. 

immerhin funktioniert das strickprojekt. in solchen zeiten ist das ja auch was wert. 

außerdem noch einen wollzimmerausblick von gerade eben. es wird heute wildes aprilwetter auf dem berg geben, aber die magnolie hält sich noch standhaft.

Sonntag, 17. April 2016

round & round



die ersten reihen und das erste knäuel am strickprojekt sind ja immer etwas besonderes. und eure lieben kommentare, empfehlungen und komplimente zum letzten beitrag haben mich direkt durch die ersten reihen des breathing space begleitet. 

nach ausschnittkante und eben diesen verkürzten reihen, um die ausschnittkante zu formen, geht es nun immer rundherum. für die bilder habe ich das gestrick mal auf zwei nadeln gehängt und war positiv überrascht, wie gut es sich schon auf der trulla (so nenne ich meine schneiderpuppe) macht. auch ohne dämpfen oder waschen sieht der anfang ja schon ganz vielversprechend aus.

gleich nach diesen bildern habe ich gestern das zweite knäuel angestrickt und in 10 reihen wird auch mal wieder was spannenderes passieren. die ersten streifen kommen dann nämlich ums eck. 
das donegal tweed verstrickt sich übrigens sowohl mit holz- als auch metallnadeln sehr gut, auch wenn die etwas unregelmäßige, filzartige oberfläche des dochtgarns manchmal zu hakeligkeiten neigt. insgesamt würde ich aber sagen: läuft.

strickaussicht auf den magnolienbaum und frühlingsgrün.

während der letzten woche ist hier auf dem berg am wiesbadener stadtrand nun auch der frühling angekommen. in der stadt unten sind die magnolien teilweise schon weiter. aber hier oben konnte man täglich beobachten, wie es immer grüner wurde und die magnolienblüten immer größer. und wenn der april sich dann mal von der sonnigen seite zeigt, sieht es vor dem strickfenster dann so aus wie im bild da oben. ich stricke also ganz lauschig, zumindest am wochenende.

Sonntag, 10. April 2016

vom zauber des anfangs





das stash-projekt zieht kreise! gerade findet es sogar eine erwähnung beim aktuellen samstagskaffee von maschenfein (wie toll!), und ich möchte doch gleich an dieser stelle ganz herzlichen dank für all die kommentare, das positive feedback und interesse sagen. 
besonders gefreut habe ich mich, dass sich einige von euch davon inspirieren ließen und mich daran per kommentar oder nachricht teilhaben lassen. das ist einfach großartig und so machen die ersten schritte bei den hiesigen frischen projekten noch mehr spaß. 

in der letzten woche habe ich das erste knäuel am be kind aufgestrickt. die zunehmend längeren reihen machen ein bißchen süchtig und das madelinetosh verstrickt sich so fantanstisch, dass ich fast ein bißchen traurig bin, nun auf den garnnaschub/ergänzungskauf warten zu müssen. die zwangspause bot allerdings genug muße für die ersten maschen am neuen pulloverprojekt: breathing space

das garn habe ich euch im letzten beitrag schon kurz vorgestellt: soft donegal von ruppertgarne.
mit 190m auf 50g und 100% wolle entspricht es der donegal tweed von lang yarns, bringt allerdings viel mehr farben mit. sabi von ruppertgarne hat aktuell 45 verschiedene farbtöne im angebot (bei lang yarns sind es aktuell 29) und war zudem so nett, mir digital farbsupport zu geben, da ich keine möglichkeit hatte, persönlich bei ihr vorbeizuschauen, um die richtige zweitfarbe zu dingle zu finden. das hat prima geklappt und seit letztem donnerstag liegt hier der erste ergänzungskauf des jahres (!): 200g soft donegal in der farbe eske. ich werde also mein pflaumiges dunkelrot mit einem hellen grau kombinieren. 

noch ein tipp zur donegal: unbedingt maschenprobe waschen. bei diesem garn ist es noch wichtiger als sowieso schon, da das garn merklich aufflufft, das gestrick dichter wird und das maschenbild deutlich gleichmäßiger. also nicht irritieren lassen, wenn es zunächst ganz gruselig und unregelmäßig aussieht. das waschen wirkt wunder. 

mit 3.25er nadeln passt meine maschenprobe perfekt und heute morgen war es dann auch endlich soweit: maschen angeschlagen, zur runde geschlossen und die ersten reihen gestrickt. und ich hoffe, dass ich euch beim nächsten mal dann schon etwas präsentieren kann, was auch nach einem pulloveranfang aussieht.

Freitag, 1. April 2016

das stashprojekt - zeit für ein erstes résumé


zum jahreswechsel gab es hier bei der wollbindung nur einen guten strickvorsatz: drei monate wird keine wolle gekauft und nur aus dem lager gestrickt. zum 01. april wollte ich mir das ganze dann noch mal ansehen und justieren, denn ein ganzes strickjahr ohne wollkauf erschien mir schon damals als utopisch.

nun denn, zeit für ein erstes fazit: was wurde gestrickt, was hat gut geklappt und wie gehts nun weiter?

was wurde gestrickt?
fertig wurden sechs projekte mit insgesamt ca. 3100 m: eine mütze, ein cowl, zwei schals, eine tasche und ein korb. das ist ja schon mal was.
außerdem habe ich just 32g-restknäuel merino/seide mit knapp 130m von dye for yarn über ravelry verkauft. 
dazu kamen zwei knäuel albertine von de rerum natura mit insgesamt 400m. somit ergibt sich ein reiner stashabbau von 2830 m.



was hat gut geklappt?
interessanterweise war das mit dem "keine wolle kaufen" gar nicht so schwer, als ich die entscheidung dann doch mal getroffen hatte. allerdings muss ich auch sagen, dass es zwar sehr entspannend ist, sich überhaupt nicht mit neuen garnen zu beschäftigen oder auch nur der möglichkeit, sich etwas mitbringen zu lassen. 
jedoch ist es auch nur dann ganz nett, wenn man weiß, dass die ganze sache endlich ist. und gerade in den letzten 10 tagen habe ich mich schon sehr auf die neuen möglichkeiten ab dem 01. april gefreut ;)

ebenfalls gelernt habe ich, dass das hiesige lager eine ganze menge potential hat. nicht umsonst habe ich also in den letzten jahren meinen garngelüsten nachgegeben. auf alle fälle ist es ein prima grundstock für alle möglichen inspirationen und schönen anleitungen, die da noch kommen mögen.

wie gehts nun weiter?
das zauberwort für die beiden nächsten projekte heißt nun erst mal: ergänzungskauf. grundstock für jedes projekt ist ein lagergarn. ergänzungen dazu sind erlaubt und werden auch benötigt.



gleich mal angeschlagen habe ich an ostern ein neues tuch: be kind von veera välimäki aus dem recht frischen interpretations vol. 3, das sie gemeinsam mit joji locatelli herausgebracht hat. eine finnisch-argentinische co-produktion mit einigen modellen, die ich sehr schön und tragbar finde.
be kind wird mein fünftes veera-tuch (#1, #2, #3, #4) und auch wenn es dem secret of change relativ ähnlich sieht, habe ich mich aus 3 gründen dafür entschieden:

  • ich hatte mal wieder unbändige lust auf ein tuch von veera - ich mag ihre entwürfe einfach.
  • ich trage besonders gerne line break und secret of change. beide sind unifarben und extrem kombinationsfreudig. somit hat be kind gute chancen, ebenfalls ein allroundtalent zu werden.
  • und zu guter letzt hatte ich den perfekten strang hier liegen: madelinetosh merino light in der farbe modern fair isle. es wäre also fast sträflich gewesen, diesem garn die chance auf das perfekte projekt zu verwehren. der noch fehlenden beiden stränge habe ich nun beim lieblingswollladen (danke an anne und sabine für den immer so netten und unkomplizierten service!) nachgeordert.

noch in der planung, aber am wochenende soll es los gehen: breathing space. ebenfalls aus dem interpretations vol. 3
nach all den schals und kleinteilen war es mal wieder höchste zeit für ein pullover- oder strickjacken-projekt. und da den pullover beim meet to knit auch einige stricken wollen, haben wir kurzerhand einen kleinen, inoffiziellen kal ausgerufen. da habe ich dann moralische und tatkräftige unterstützung, wenn es drauf ankommt. 
die maschenprobe ist immerhin schon gestrickt und vermessen. als grundfarbe will ich die soft donegal von ruppertgarne in der farbe dingle verstricken. das ist ein dunkles rot mit pflaumeneinschlag und hellgrünen sowie roten einsprengseln (und das ich auch schon einige zeit hier hüte). es wird also ein tweed-pullover. es fehlt allerdings noch die kontrastfarbe. da habe ich aber schon die fühler ausgestreckt und schaue mal, wie nah ich meiner wunschfarbe kommen kann.

damit sollte ich bis in den mai ganz gut beschäftigt sein. im mai selbst habe ich zudem ein langes wochenende mit meiner mama und schwester in paris geplant. und da will ich unbedingt auch den einen oder anderen wollladen besuchen. aber auch dafür gilt: ergänzung für ein projekt ist ok. neue, unverplante wolle wird es nicht geben. und ende juni folgt dann hier das nächste fazit zum thema stash2016.