Dienstag, 9. September 2014

i left my knitter-heart in hamburg


sonntag abend kam das meet to knit-reisegrüppchen nach drei tagen in hamburg müde und glücklich gestrickt wieder in fankfurt an. zwar war die rückfahrt ein wenig nervig wegen überfüllter züge und ausgefallener reservierungen, aber der rest hat richtig spaß gemacht.
reisen mit strickenden personen finde ich sowieso immer sehr entspannend - schon seit es damals mit benediktbeuern losging. und auch diesmal war es ein schöne mischung aus shoppen (nicht nur wolle), sightseeing mit bootstour (wie schon in amsterdam und bamberg - diesmal mit der hafenfähre nach finkenwerder und zurück), stricken, lecker essen und es sich einfach gut gehen lassen.

claudia hat für uns mitten in der schanze eine tolle, großartige wohnung gefunden inkl. großem sofa für abendliche strickrunden und nur zwei häuser gabs einen kiosk, der auch noch nachts um zwei kaltes bier hatte. das war also unsere basis, von der aus wir hamburg und das wollfest erkundeten.

da wir freitags schon schon recht früh den zug nach hamburg geentert hatten, waren wir bereits mittags vor ort. und da wir alle ein bißchen hungrig waren,  gings erstmal schnurstraks zu mylys. da gibt es ja alles, was das strickerherz begehrt: wolle und leckeres essen. erst stöberten wir uns durch das angebot und schmiedeten anschließend bei kaffee und leckereien unsere pläne. 
frisch gestärkt gings dann bei strahlendem sonnenschein zu den landungsbrücken und mit der hafenfähre einmal nach finkenwerder und zurück. dabei haben wir containerschiffe, -kräne und die villen rund um die elbchaussee bestaunt sowie sonne und wind genossen. mit einem abstecher über die mönckebergstrasse gings dann auch schon zum kleinen mexikaner in der weidenallee, der nicht nur 100 sorten tequila anbietet, sondern auch ganz feines mexikanisches essen. dort stieß noch die berliner abordnung von yarn over berlin zu uns und wir bekamen die ersten heißen news vom wollfest-aufbau: wer war schon da und wen hatte man schon gesehen? wie sah es aus und wo war alles? das schürte die neugier gleich noch mal und ich war so richtig gespannt auf den samstag.

samstag morgen sind wir dann furchtbar neugierig losgezogen. schon auf dem weg vom bahnhof dammtor zur uni haben wir die ersten gleichgesinnten getroffen. was schon vorneweg so nett war. der einlass war toll geregelt (anhand der ticketnummer suchte man sich den richtigen eingang und war schwuppdiwupp schon drin). es gab einen schönen leinenbeutel mit allerlei sponsorengeschenken und werbeflyern und wir sind erst mal in alle richtungen davon, um das angebot zu durchforsten.

besonders habe ich mich gefreut mit liesa von sternenstaub-wolle , michaela von wollfaktor, melanie von mairlynd und antje aus basel mal wieder zu schwätzen und dazu all die berliner mädels zu sehen, die ich schon aus linstow kenne. 
dazu habe ich noch so nette strickerinnen im farb-workshop vom melanie aka welthase (dazu muss ich noch mal extra was schreiben) kennengelernt und es gab noch viel tolle tücher, jacken, taschen und strickereien zu sehen.
die liste mit den künftigen projekten wurde noch länger und auch die liste mit den garnen, die ich gerne mal verstricken möchte. jedoch: ich habe keinen einzigen meter wolle gekauft!
das war auch ganz gut so, denn das lager hier ist voll und obwohl ich bei meinen größeren projekten ein so enervierendes schneckentempo vorlege, habe ich schon die maschenproben für einen pullover und eine strickjacke liegen (wann die mal fertig werden, weiß ich wirklich nicht).
aber: ich war in hamburg fürchterlich fleißig beim roten ding und es fehlt gerade nur noch die rechte vordere schulterpartie sowie das finishing. wenn das kein licht am ende des sommertunnels ist?!?

ich habe also mit ganz vielen garnen gekuschelt und fleißig überlegt, was ich aus all dem stricken könnte. 
die neuen lieblinge sind da also isager irish tweed, die garne von welthase, die farbverlaufsgarne von bilum, die yak-wolle vom mondschaf (fand ich schon in köln so toll) und irgendwann möchte ich mal das dibadu-socken-abo haben (da muss die hiesige sockenwollschublade aber erst gehörig abgearbeitet werden).
mit durften stattdessen nur ein projektbeutel und ein neues maßband, beides von penelope craft amsterdam, die zudem noch sowohl stephen west als auch ysolda teague im gepäck hatten (und stephen ist einfach ein unfassbar netter kerl!)

ich hätte locker noch ein paar tage in hamburg mit all der wolle weitermachen können, mit all den tollen strickerinnen schwätzen, gemeinsam stricken und mehr zeit mit diesem großartigen hobby verbringen. leider gibts nun erst mal eine große portion alltag bevor endlich ende november wieder ein laaaaanges strickreiches wochenende in linstow lockt.
und bis dahin strick ich einfach weiter.

Mittwoch, 3. September 2014

wollfest voraus!


es ist september! und es ist wollfest in hamburg! 
ticket und workshop sind schon seit märz gebucht. das zugticket seit drei monaten und claudia hat mal wieder die coolste wohnung an land gezogen (wir (die meet to knit-reisegruppe) residieren im schanzenviertel).
freitag früh gehts los und sonntag abend werden wir dann schon wieder zuhaue sein.
zwischenrein packe ich bummeln in hamburg, zwei abendliche strick-meet-ups, einmal brunchen mit einer hamburger freundin, wollfesteln, workshoppen mit der frau welthase sowie stricken, stricken, stricken.

ich bin gespannt, wer noch alles da sein wird. sagt gerne einfach "hallo!" - ich bin schrecklich kurzsichtig und erkenne die leute erst, wenn ich schon fast in sie reinlaufe. also keine scheu, ich würde mich sehr freuen. - bis bald, in hamburg!

Sonntag, 31. August 2014

neue ernte


zwar haben wir in der neuen wohnung nun keinen mirabellenbaum mehr im garten, aber so ganz ohne wollte ich auch nicht sein. das mit der eigenen ernte war natürlich noch schöner, aber lieber marmelade ohne ernte, als gar keine. und irgendwie gehört es zum august einfach dazu, das marmelade kochen. 

am freitag kamen also mit der biokiste auch die mirabellen hier an und heute habe ich daraus einen schwung marmelade gekocht. seit der ersten version 2009 hat sich mein rezept nicht so sehr verändert. auch in diesem jahr kamen noch ein schuß marillenschnaps, echte vanille und ein wenig zitronensaft dazu. mein richtiger geheimtipp ist immer noch der gelierzucker. zunächst aus der not geboren, weil kein anderer im haus war, schwöre ich seitdem auf mirabellenmarmelade mit gelierzucker für erdbeermarmelade. zumindest finde ich, dass die version noch einen tacken besser wird.

jetzt kann der herbst kommen, zumindest marmeladentechnisch. 

Mittwoch, 27. August 2014

einfach gestrickt


kaum ist der urlaub vorbei, bleibt viel, viel weniger zeit zum stricken. zwar ist noch august, allerdings ziehen am horizont die ersten messe-ahnungen auf. buchmesse. frankfurt. und da ich in der branche arbeite, wollen und sollen da noch viele dinge organisiert werden. das bedeutet lange tage im büro und auch überstunden, die ich allerdings im november im schönen linstow auf den kopf hauen werde. 

wenn ich also abends aus dem büro falle, dann bin ich ziemlich k.o. und es reicht nur noch für ein paar reihen am barndom. wenn überhaupt. der mittelteil und ich sind nämlich grad gar keine freunde, was zum teil an mir liegt, zum teil aber auch an herrn west: an mir, weil ich (mal wieder) nicht gescheit gelesen habe. an herrn west, weil er es doch a bißl unübersichtlich erklärt. und überhaupt weiß ich grad gar nicht mehr, ob mir textur, farben und muster zusammen so gefallen...
nun denn, wenn man ribbelt, hat man noch mal mehr vom garn. 

am montag jedoch kam eine sehr akute "muss ich jetzt unbedingt stricken"-anwandlung über mich. die kleine kollegin hier im büro ist nämlich großer dr. who-fan. am samstag startete die neue staffel und ich erinnerte mich an den shawl, der mal in der knitty war und so wie es aussieht, haben wir beide nun einen kleinen kal in planung. auf meiner ravelry-recherche zum dokter kamen mir dann noch eine menge anderer schöner sachen mit der blauen telefonzelle aka tardis unter: das kissen oder die handschuhe, aber auch der cowl, um nur die highlights zu nennen.
und auch: ein dishcloth
und das habe ich dann kurzentschlossen am montag abend gestrickt. einfach, weil ich lust drauf hatte. nebendran lief star trek, die hasen hopsten übers sofa und um mich herum und die tardis nahm gestalt an. für den alltagsgebrauch gabs an der letzten ecke vor dem abketten noch eine schlaufe aus 10 luft- und kettmaschen. praktisch - muss man nämlich nur 2 fäden vernähen.
und die kleine kollegin freute es - sehr. und mich dann auch noch mal.
manchmal ist es ganz einfach.

Mittwoch, 20. August 2014

raus aus den tüten und rein in die box




den urlaub haben der mann und ich hier auch genutzt, zwei, drei ecken in der wohnung neu zu ordnen. nach acht monaten im neuen heim, haben sich nun die ersten neuralgischen ecken herausgebildet, wo es noch nicht so passte. da haben wir nun ausgemistet, aufgeräumt und neue lösungen gefunden. 
das führte unter anderem auch dazu, dass ich dreimal in acht tagen bei ikea war. und dabei habe ich tjena für mich entdeckt. 

schachteln finde ich ja immer toll (liegt vielleicht auch an meiner buchbinder-vergangenheit. schachteln bauen war da ein großes ding. dabei lernt man prima anständige kanten und richtig eckige ecken zu arbeiten sowie grundsätzlich sauberes arbeiten). und passende schachteln für die hiesigen regale lassen mein herz gleich höher schlagen. 
tjena ist da in mehrfacher hinsicht perfekt: schwarz, passt ins billy und bringt in der 10er höhe diese knuffig-patente 12er-einteilung mit. wie praktisch!
lena dachte zuerst an socken. klar, kann man damit auch sortieren. aber noch viel besser als masking tape, nagellacke oder lippenstifte oder eben socken passen da - die resteknäule rein. 

ich sortiere also gerade nach farben, qualitäten, lust und laune und freue mich über die neue übersicht. bislang hatte ich meine resteknäulchen gemeinsam in beuteln und diese wiederum in boxen aufbewahrt. jetzt ziehen sie alle in tjenas um und sind gleich viel übersichtlicher organisiert. und im regal siehts auch noch schick aus.

Sonntag, 17. August 2014

wenn blogger frühstücken

manchmal ist das bloggen ja ein einsames geschäft. so im realen leben zumindest.
für mehr blogger(innen)-vernetzung hat sich nun giovanna vom stadtblogozin was feines ausgedacht und organisiert: das blogger-breakfast.
gestern vormittag saßen also acht bloggerinnen im insight in der wiesbadener taunusstrasse und hatten viel spaß. denn obwohl unsere blogthemen breit gestreut waren, kamen wir ganz schnell auf gemeinsame nenner. neu- und altblogger schlagen sich in diesen zeiten mit ganz ähnlichen fragen und umständen herum: sei es rechtliches, layout- oder seo-fragen und trotzdem verbindet einen das bloggen dann doch ganz schnell. blogtechnisch schwimme ich schon sehr in meiner filterblase und so fand ich es umso spannender, was die anderen so von ihrem bloggerinnen-sein so erzählten.
perfekt dazu hatte giovanna das café ausgesucht, das neben leckerem frühstück und kaffee auch mit schöner einrichtung und lauter hübschen dingen aufwartete, die man auch kaufen konnte. also frühstücken und shoppen in einem. es war total gemütlich, unterhaltsam und die zeit verging wie im flug. und nicht zuletzt habe ich eine menge netter mädels kennengelernt.

mit dabei waren:
giovanna/stadtblogozin, christina/minafohemia, mecki/fein und raum, sabrina/schminkschnubbel, julia/maulwurfshügelig monika/resplendentoutfit und barbara/die photographin.

(und natürlich hatte ich was zum stricken dabei, bin aber vor lauter schwätzen gar nicht dazu gekommen ^^)

Samstag, 16. August 2014

neues aus der werkstatt




schon seit einiger zeit hab ich hier ein sorgenkind liegen: ein wirklich schöner strang von dye for yarn in strohgold mit dem sprechenden namen yellow bastard (meine geliebte merino-seide-mischung). nur: keiner von den hiesigen strängen wollte mit ihm "spielen". es passte irgendwie nie und ich hatte auch keine rechte idee, nach welcher farbe ich ausschau halten sollte. der kleine bastard lag also alleine in seiner tüte herum, wollte aber so gerne ein zwei- oder mehrfarbiges tuch werden. 

also habe ich ihn eingepackt zur diesjährigen frankentour. vielleicht ergab sich ja was bei seinen anverwandten bei dye for yarn. nur: so richtig überzeugen konnte mich da nichts.
letzten samstag, auf dem wollfestival in köln, hatte ich ihn dann wieder dabei. und diesmal war uns beiden das glück hold. michaela/wollfaktor hatte zwei prima gefährten für den kleinen kerl dabei. ebenfalls als merino-seiden-mischung und mit der gleichen lauflänge: ein wunderbares silbergrau und ein fantastisches jadegrün. gelb und grau mag ich in kombination sowieso und das grün dazu macht die ganze sache noch spannender.

durch den seidenanteil glänzen alle drei ganz großartig - beim wickeln im abendlicht hatte ich den eindruck als wären da halbedelsteine auf der haspel - so schön.

aus diesen dreien soll nun ein barndom werden, die große version (auch so ein langzeitwunsch auf der zu-stricken-liste) und da michaela anfang september auch beim hamburger wollfest sein wird, möchte ich da das gute stück fertig haben und mitnehmen. drei wochen also - das sollte klappen.