Donnerstag, 30. Oktober 2014

blog-rückblende oder: happy halloween


die hiesige kleine halloween-hexe ist schon 6 jahre alt (2008 an einem dunklen halloween-abend entstanden) und seitdem ist sie immer im herbst dabei: sitzt auf dem fensterbrett, dem sofa oder, wie in diesem jahr, bei der kleinen orchidee.
und immer noch ist das hexentutorial von purlsoho meine liebste puppen-anleitung, weil so einfach wie clever. für puppen, elefanten und ähnliche gewerke nehme ich gerne die schlichte soft merino von rödel. die ist für schmalen taler zu haben, bringt einiges an farben mit und ist qualitativ wunderbar dafür: robust ohne kratzig zu sein. bis auf die hexenhaare (mohair) und den orangfarbenen streifen im hut (ein rest sockengarn) ist es also eine kleine merino-hexe, die immer noch so jung aussieht wie am ersten tag.

an diesem halloween wird allerdings statt merino yak verstrickt. tolles zeug! und wenn ich nicht wieder vor lauter begeisterung den armausschnitt verpasse (so wie vorgestern. yak läßt sich aber auch hervorragend ribbeln), dann gibts auch bald wieder was zu zeigen.

Sonntag, 26. Oktober 2014

es ist ein elefant - mit quellen





schon im märz wurde mir ein kleiner elefant in meine facebook-timeline gespült: gehäkelt nach einer französischen anleitung. damit mir der kleine kerl nicht verloren geht, habe ich ihn auf meiner pinnwand geteilt und prompt vergessen. gsd hat sich ein guter freund von mir hier in wiesbaden prompt in ihn verguckt und für seine kleine nichte gehäkelt. somit gebührt ihm schonmal ein großer dank für das ausprobieren, testen und überhaupt (danke d.!)
und am letzten mittwoch gab es nun mal abends einen kleinen elefantenworkshop für mich bei ihm: ein unterhaltsamer abend außer haus, ich wurde hochherrschafltich bekocht und dann gings ans elefantenhäkeln. die grundlagen waren schnell erklärt (welche abkürzung bedeutet was und wie ist es gemeint in der ausgeschriebenen anleitung). und dann gings immer in runden rundherum.

ich hatte eine graue merino aus dem lager genommen und sehr fest verhäkelt. und da mir das prinzip mit den festen maschen nur so halb klar ist, habe ich prompt einen elefanten mit einem besonderen feature gearbeitet: er hat quasi häkelringel (da ich bei den festen maschen immer nur durch das hintere füßchen der maschen gehäkelt hab). gefällt mir aber sehr gut und deshalb blieb das so.
am ende des abends war ich schon fast an der stelle, wo der teil für den rüssel abgetrennt wird und dann geht es schon fast an die füße.

freitags beim meet to knit waren dann alle füße und der der rüssel dran. und ich hatte auch schon die ohren und die bauchdecke extra gehäkelt. dann muss nämlich erst mal gestopft werden.
und weil ich öfter danach gefragt werde: ich nehme als stopfwolle immer das innenleben der günstigsten ikea-kissen. hier steht immer eins rum mit aufgeschnittener ecke und damit werden julekule und alle anderen sachen bei bedarf gestopft. funktioniert prima.

nach dem stopfen wurde die bauchdecke eingenäht, die ohren positioniert und angenäht und mit stecknadeln die augen erst mal probeweise gesetzt. und da ich so viel spaß daran habe, ihn immer wieder anders gucken zu lassen, habe ich ihm die augen noch nicht aufgestickt. kommt noch...

inzwischen weiß ich auch, dass dieser spezielle kleine kerl eigentlich aus japan kommt und es die anleitung auf englischfranzösischdänisch und spanisch gibt. falls euch also die eine oder andere sprache mehr liegt, es gibt da eine menge möglichkeiten. zudem ist die anleitung richtig gut gemacht, mit bildern illustriert und man hat den dreh nach kurzer zeit schon raus. und das ergebnis ist einfach zu knuffig.

eigentlich wollte ich ihn ja gerne in rot häkeln, denn als kleines kind hatte ich einen roten elefanten (leider war nicht mehr genug rote merino da und extra was kaufen wollte ich dann doch nicht). aber wer weiß, es wäre ja auch eine kleine elefantenherde denkbar. und grundsätzlich sieht er sicher in jeder farbe großartig aus.

gehäkelter elefant von lchisachi cushima, ca. 60g soft merino von wolle roedel in hellgrau, nadel 3.5, gehäkelt vom 22.-24.10.2014

Sonntag, 19. Oktober 2014

von vielen büchern und noch mehr querbindern

die beute: herbstlektüre und der vorschau-stapel
ein erster blick in halle 3.0

leckereien und neues bei blv
meine messe-lieblinge: crafting in skandinavien und vor allem: island

ein blick sonntagmorgens kurz vor messebeginn auf die neblige agora

auch in diesem jahr war die buchmessenzeit ausnahmezustand bei mir: ich habe viel (arbeits)zeit auf der buchmesse verbracht (inkl auf- und abbau) und nach messeschluss erst mal drei tage lang wild entschlossen nichts getan.

da ich beruflich ziemlich eingespannt war, blieb nicht sooo viel zeit für erkundungsgänge und ausführliche stöbereien. die spärliche freie zeit auf dem messegelände habe ich aber dennoch nutzen können, um einen kurzen blick auf das strick-angebot der amerikanischen (eher enttäuschend) und der skandinavischen verlage (sehr klasse) zu werfen und um bei den big five der deutschen crafting verlage vorbeizuschauen. besonders nette termine hatte ich bei edition michael fischer, blv und gu und ich habe mich gefreut, sehr nette alte bekanntschaften wieder aufzufrischen und neue zu machen.

bei blv durfte ich auch gleich ein buch mitnehmen: das geniale schnellstricker-buch. die autorin hat einen strickladen in berlin, das knitknit und mir hat bei einem ersten blick besonders gut gefallen, dass sie ganz verschiedene garne von unterschiedlichsten herstellern verwendet. einen ausführlichen blick hinein samt vorstellung hier gibt es dann demnächst.
gu ist ja ganz frisch in den markt eingestiegen und mir haben schon die 4 grundlagentitel sehr gut gefallen. am stand durfte ich einen blick auf die titelplanung 2015 werfen. ein schönes programm, leider nicht so stricklastig (ohne jetzt zuviel zu verraten).

aber ganz oben auf meiner lieblingsentdeckungen-auf-der-buchmesse-liste standen die skandinavischen crafting-titel. besonders die isländischen ausgaben haben es mir da angetan.
allen voran ein buch, das sich ausschließlich mit gestrickten querbindern (also fliegen) beschäftigt (47 modelle!). das ist genauso kurios, wie es sich anhört. und ist zudem einfach schön. ich hoffe nun sehr, dass ein deutscher verlag diese lizenz kauft. alternativ suche ich islandreisende, die für mich ein exemplar importieren würden. ich hab mein herz an gestrickte querbinder verloren (die heißen wirklich so)!

so: nun habe ich euch viele, viele links zum stöbern eingebaut - viel spaß beim erkunden. 
leider hat mich pünktlich nach dem ganzen trubel eine entzündung im daumengrundgelenk ereilt. ziemlich schmerzhaft und dank bandage nun erst mal für eine woche ruhiggestellt. stricken klappt zwar, aber ich mach mal langsam. bleibt auch für mich mehr zeit zum lesen, stöbern und schmökern.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

red collar




das kleine spontanprojekt aus dem selbstgestrickt!-buch ist schon länger fertig gestrickt, aber erst seit vorgestern ist auch der kleine haken dran und alle fäden vernäht.
das stricken mit dicken nadeln schätze ich ja nur so halb: ab und zu macht es wirklich spaß, aber es bleibt immer eher ein projekt-stricken als ein prozess-stricken. immerhin hat es den vorteil, dass das ganze recht flott geht.

die anleitung ist ganz simpel und wenn man das drei-aus-einer-ding gemeistert hat (da gibt es aber auch eine kleine extra-zeichnung), kann einen auch nichts mehr aufhalten. außer man strickt vor lauter müdigkeit einfach mal zwei reihen linke maschen...

die butterweiche alpaka von bremont mit dem schönen namen elaine in diesem fantastischen rot kommt nicht so voluminös daher wie das originalgarn (es hat aber so eine nette stricklieselschnur-textur und ist ein echter hand- und halsschmeichler). somit habe ich mit einer kleineren nadel (9 statt 10) gestrickt und brauchte auch mehr maschen und reihen. aber das material und die farbe entschädigen sehr dafür. aber: irgendwann möchte ich es gerne noch mal mit einem dickeren garn versuchen.

kragen von susanne müller, aus: selbstgestrickt! 15 kleine projekte für einsteiger und strickfans, 80g elaine von bremont (100% alpaka), col. 916 (rot), nadel # 9, gestrickt im oktober 2015

Sonntag, 5. Oktober 2014

liebster award


schon vor zwei wochen hat mich susanne von millefila für einen liebster award nominiert. das hat mich vor allem gefreut, weil ich darüber ihren tollen blog kennengelernt habe. somit hat der award schon einen ersten effekt gehabt.

ich hab auch lange überlegt, wie und ob ich ihn weitergebe und hab mich jetzt doch dagegen entschieden. allerdings würde ich gerne noch mehr neue blogs kennenlernen und deshalb nun meine aufforderung an alle leser_innen hier: her mit euren empfehlungen. das kann der eigene blog sein oder der lieblingsblog. ich freu mich!

und hier nun die antworten:

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
ich glaube, ich habs schon irgendwann mal erzählt hier (kanns aber auch grad nicht finden): zum jahreswechsel 2005/2006 war ich fürchterlich erkältet und so saß ich viel im bett, ausgestattet mit tee und wärmeflasche, und kam auf die idee, ich könnte ja mal wieder was stricken (bis dahin gabs pro jahr ein, zwei projekte, alles ganz entspannt und sehr offline). da ich aber nicht rauskam aus bett und wohnung, habe ich halt im internet nach strick-spiration gesucht und da entdeckte ich sie: die blogs, die (englischen) anleitungen, die es auch online gab und all die stricker_innen im netz. und dann dachte ich mir: das will ich auch. ende januar 2005 wurde dann die wollbindung aus der taufe gehoben.

Angenommen, du könntest deinen Lebensunterhalt allein vom Bloggen bestreiten: Wo würdest du dann leben wollen?
auf einem hausboot irgendwo auf den kanälen zwischen berlin und dem canal du midi. oder erst mal mit dem camper nach skandinavien. und dann gäbe es da das häuschen am kanal in alkmaar und die kate am deich auf einer dänischen insel.

Was inspiriert dich am meisten für neue Ideen?
ravelry und der austausch beim meet-to-knit.

Was zeichnet für dich einen guten Blog aus? 
eine gute idee, ein guter stil und authentizität. blogs sind immer eine inszenierung, aber man spürt, ob es echt ist und funktioniert. für mich ist das wichtig.

Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?
perfekte tage ergeben sich meist einfach so. es hat bei mir viel mit zeit und die freiheit haben, das zu tun, was man tun möchte. keine festen termine und gerne unerwartete, einfach schöne momente.

Was macht dich wütend?
ungerechtigkeit.

Über was kannst du lachen?
die beiden hiesigen kaninchen, pumm und lieselotte. vor allem der pumm macht gerne kappes (unsinn).

Welcher Reisetyp bist du?
ich mag städte, aber auch meer und berge. und alles eher entspannt als umtriebig.

Bist du Nachteule oder Lerche (Langschläfer oder Frühaufsteher)?
ich kann beides. ich mag früh morgens die kühle in der luft und das erste licht des tages und ich bin abends viel zu oft und zu lange wach. wobei ich es nicht leiden kann, wenn ich nicht ausgeschlafen bin. somit also eher die lerche. einfach, weil es vor allem der job so mit sich bringt und ich bin kein morgenmuffel.

Wie würdest du dich mit drei Worten beschreiben?  enthusiastisch, empathisch und ne nette.

Freitag, 3. Oktober 2014

gu goes diy

neu bei gu: kreativratgeber


lieblingsprojekt


ärgert mich immer, wenn es fehlt - hier vorbildich gemacht:
übersicht der verwendeten garne mit angaben zu material und lauflänge

ganz frisch am boomenden büchermarkt für alle deutschsprachigen garn- und stoffverliebten gibt es nun die neuen kreativratgeber von gu / gräfe und unzer. der bekannte ratgeberverlag startet mit der reihe ein neues themenfeld im verlagsprogramm und steigt damit in den wachsenden markt des do-it-yourself im handarbeitensegment ein, neben den dort schon etablierten verlagen wie frech, edition fischer, christopherus, oz oder bassermann.
als ich im frühjahr die ankündigung in der branchenpresse gelesen habe, war ich schon sehr gespannt auf die vier basistitel (stricken, sticken, häkeln, nähen). auf 64 seiten werden die grundlagen erklärt und passend dazu je 15 projekte gezeigt, die gleich nachgearbeitet werden können. das häkelbuch und auch das stickbuch sahen in der vorschau auch sehr schön aus und mir haben die vorgestellten projekte sehr gut gefallen.
neben den basistiteln gibt es noch 2 zusatztitel, die in zusammenarbeit mit dawanda entstanden sind: selbstgestrickt! 15 kleine projekte für einsteiger und strickfans sowie selbstgemacht! lieblingsstücke für den hund. 

da mir hier der hund fehlt, habe ich mir mal das selbstgestrickt! näher angesehen (und netterweise hat mir der verlag sogar das set mit buch, 2 stricknadeln und einem maßband dafür kostenlos zur verfügung gestellt - vielen dank!): ein gutes drittel der 64 seiten beschäftigt sich auch hier mit den basisinformationen zu nadeln und garn im allgemeinen sowie den grundstrickarten, damit es dann auch klappt mit dem nacharbeiten. alle projekte sind von dawanda-designerinnen entworfen worden und alle können auf dawanda auch fertig gekauft werden - wenn man nicht stricken kann oder möchte.
spannenderweise gibt es dazu eine recht clevere app zu der ganzen reihe: einfach die mit dem entsprechenden icon markierten bilder im buch mit der app scannen und darüber zugriff auf erklärvideos, materiallisten oder anleitungen haben.


sehr praktisch bei der app:
material als einkaufsliste speichern und jederzeit zugriff auf die anleitung haben.

kurzum: schöne reihe mit schönem konzept, die wirklich kompakt und für schmalen taler (8,99 €) den einstieg in das schönste hobby der welt ermöglicht. und ich bin nun, so als alte strickhäsin gespannt, wie es da so weitergehen mag mit dem nächsten titeln im frühjahr.

ausblick: da mir das kragen-dingsi so gut gefiel, habe ich kurzentschlossen einen strang bremont elaine bei heidi/maschenwerke geholt und losgelegt. wird sehr, sehr schön - soviel kann ich schon verraten.

Montag, 29. September 2014

spey valley, die erste





aus dem so wunderschönen strang vom regenbogenschaf (geneigte leser erinnern sich vielleicht) wird hier sehr, sehr langsam (bedingt durch lange unterbrechungen und die tatsache, dass ich es hasse, rippen zu stricken) ein paar spey valley socken
seit samstag ist nun die erste socke gestrickt und die zweite sogar schon angeschlagen. die hiesige erfahrung lehrte mich, zwischen socke 1 und socke 2 nicht zuviel zeit verstreichen zu lassen. ich bin also bester dinge, dass der oktober hier ein socktober wird und es zumindest ein fertiges sockenpaar geben wird.
und obwohl sich der september hier zu guter letzt noch als wahres schmucktück in sachen spätsommer präsentiert, sind hier in meiner persönlichen sockenlade handgestrickte socken immer hoch willkommen.