Sonntag, 23. April 2017

xanthe

ende januar hatte ich noch so unbändige lust auf irgendein mystery-gestrick. doch dann lief mir die ausschreibung für das teststricken von xanthe über den weg. da das so gut passte mit den garnen aus dem gut gefüllten wolllager und mich dazu die gesetzte deadline ende märz aus meiner strick-bummelei ziehen sollte, habe ich mich beworben - und: bekam den zuschlag. 


xanthe ist ein rautenförmiger schal mit gestreiften kraus-rechts teilen und zwei lace-bereichen. streifen und kraus-rechts finde ich schon mal ziemlich grundsätzlich gut. und lace - ach, das hatte ich schon länger nicht mehr gemacht, warum also nicht? 
gefordert waren 3x fingering weight (also sockenwollstärke) und da bietet mein lager sehr viele möglichkeiten. entschieden habe ich mich dann mitte februar (nach einer beratung mit meinen strickmädels) für vier stränge hedgehog fibres sock, die ich mal als set bei stephen und penelope in amsterdam bestellt hatte. als hauptfarben habe ich wheres my bike (rosa gesprenkelt) mit tulip (pink) in den streifen kombiniert und den lace-part mit canal house (anthrazit) abgesetzt. damit auch bike bell (knallgelb) zu seinem recht kommt, habe ich während des stricken 2 streifen pink damit ersetzt. 


mit den streifen in kraus rechts konnte ich mich erstmal ganz gemächlich in das rauten-stricken einarbeiten, um keine der zu- und abnahmen an den seiten zu vergessen. beim lace-part (der wirklich gut gecharted war) hatte ich dann aber doch ein paar anfangschwierigkeiten und musste 30 reihen doch erst mal auftrennen. als ich mich schließlich zähneknirschend damit abgefunden hatte, dass ich nun eben bei jeder reihe am chart "kleben" würde, machte es einfach "klick!" im kopf und es lief einfach wie von selbst. beim lace-stricken mag ich besonders die innere logik dieser muster. und wenn die sich dann wie von selbst erschließen, macht es einfach noch mal mehr spaß. 

am donnerstag abend vor der leipziger buchmesse habe ich dann auch die letzten lace-reihen beendet, nachts das ganze noch gewaschen und auf die spannmatten gepackt. denn von freitag bis sonntag war ich beruflich unterwegs und am folgenden montag sollte alles fertig und auch fotografiert sein für einen erfolgreich beendeten test. es war somit noch eine echte punktlandung (puh!). 

nach dem waschen und spannen der lace-teile (das kraus-rechts-gestrick spanne ich nicht, das darf einfach liegend trocknen), war xanthe 2,30 m lang und knappe 60 cm breit.



aber auch wenn es zuletzt noch durchaus stressig war, gelohnt hat es sich. und auch das stricken mit deadline hat mir gut getan. ich fürchte, ich würde noch jetzt daran stricken ohne diese zeitliche vorgabe. wobei ich sagen muss, dass ambah, die designerin, bei ihren tests immer genügend zeit einräumt. das ist wirklich gut machbar. 

nach kallara und der shine on hat war das nun mein dritter test für ambah. auch diesmal war die anleitung bereits technisch perfekt überarbeitet. gerade der lacepart, der sich durch die rhomben-form versetzte, stimmte im chart bis ins kleinste detail, was das testen für mich wirklich einfach machte. 

nach all dem trubel ende märz trage ich meine xanthe nun gern und oft. die farb-kombination macht laune und läßt sich zu meiner basis-garderobe prima kombinieren. und ich freue mich, dass die drei knäule aus dem lager eine so schöne strickheimat gefunden haben. 

xanthe, von ambah, 300g hedgehog fibres sock (90% merino, 10% polyamid), col. wheres my bike, tulip, canal house & bike bell, nadel #3.75, gestrickt vom 18. februar bis 24. märz 2017.

xanthe ist übrigens wohl altgriechisch und bedeutet die blonde. das würde zumindest erklären, warum ich unbedingt das gelb unterbringen wollte ;)

Sonntag, 16. April 2017

#froheostern


wir haben hier faule kaninchen, räumen ein bißchen im häuschen hin und her und lassen es uns ansonsten sehr gut gehen. habt frohe ostern und schöne zeiten bei allem, was ihr tut.

Sonntag, 9. April 2017

wollbindung in print: verena magazin frühsommer 2017

da schreibt man gute 11 jahre ins internet und verdient die möhren für die hiesigen kaninchen unter anderem mit unzähligen kundenanschreiben sowie newsletter-texten im job, aber wenn dann mal zwei seiten text gedruckt in einem strick-magazin erscheinen, fühlt sich das trotzdem (oder genau deswegen?) ganz besonders und unfassbar gut an.


schon im letzten sommer hat mich maike vom regenbogenschaf gebeten, für sie zwei texte zu schreiben. zum einen einen biografischen für ihre facebook-gruppe und dann noch einen kleinen image-text für die pascuali-seite. wir haben dazu ein bißchen hin und hergeschrieben, und ich habe auch noch einiges neues von ihr erfahren, obwohl wir uns schon seit fast 10 jahren kennen und sie mir schon seit jahren die haare schneidet.

als dann im september ihre anfrage für den verena-report kam, war ich trotzdem erstmal befangen. mehr als 1000 worte und dann noch für ein print-magazin. irgendwie ist das eine ganz andere liga, fand ich.
aber wir hatten ja schon eine gute basis: so oft bin ich schon von der u-bahn-station in bornheim mitte zur heidestrasse gelaufen, wurde von egon an der ladentür begrüßt und bin mit frischer wolle, neuen strickideen und schicken haaren wieder rausspaziert. 

original regenbogenschafe auf original regenbogenschaf-text.
nach der abgabe hieß es dann erstmal warten. bis im januar dann das vorab-pdf mit dem gesetzten text per mail kam.  das war schon cool, das layout zu sehen und das ganze als doppelseite. es hätte ja auch sein können, dass die redaktion noch mal umschreibt oder kürzt oder etwas ganz anderes daraus macht. hat sich aber nicht. ganz im gegenteil: "ausgesprochen interessant und sympathisch" fanden sie ihn. hach!


seit letztem mittwoch ist nun die verena-ausgabe auch regulär im handel zu bekommen. und auf den seiten 36 & 37 erfahrt ihr nun (fast) alles über maike selbst und ihre färbungen, garnqualitäten und was die regenbogenschafe mit früh aufstehen, echtem handwerk und ostpreußischen skudden zu tun haben ;) und das ganze sozusagen wollbindung-proofed!

beste maike, vielen, vielen dank für das vertrauen und die möglichkeit, für dich zu schreiben! es hat mich gefordert, aber auch viel spaß gemacht und ich freue mich auf noch viele besuche bei dir in der heidestrasse!

Sonntag, 2. April 2017

wollbindung on tour oder auch: immer freitags auf die messe - die h+h in köln

[werbung | pr-sample] messezeit: h+h cologne. eine fachbesuchermesse, die in den bereichen handarbeit und hobby (wobei hier hauptsächlich nähen, stricken, sticken, häkeln gemeint sind) neue produkte oder auch die nächsten (herbst- & winter)kollektionen zeigt. auch in diesem jahr (wie schon 2015) war ich als bloggerin akkreditiert und durfte schon mal schauen, was es alles so neues geben wird.


schweine...


und Hennen bei ba ram ewe 
im januar, als ich gerade so hin und her überlegte, ob ich überhaupt und wenn ja, wann und wie fahren sollte, kam just eine einladung von we are knitters für den messe-freitag. und irgendwie war das genau der richtige anstoß - ich sagte zu, buchte meinen zug (bei ice für 19 euro/strecke gibts auch echt nix zu meckern) und fing zeitgleich mit dem vorfreuen an.
überhaupt beste entscheidung ever: freitags auf die messe. das werde ich nun immer so machen. da sind die aussteller noch frisch und munter, die gänge und die messestände ein wenig leerer und insgesamt das messe-leben einfach entspannter (zumindest für die besucher).

da ich im vorfeld leider so gar keine zeit hatte, mich mal richtig vorzubereiten, habe ich erst am donnerstag abend die messe-ap runtergeladen und mal flugs alle aussteller markiert, die ich mir unbedingt ansehen wollte. das war dann schon eine ganz menge und dazu kamen ja noch die persönlichen verabredungen mit tanja bei schachenmayr, rebekka bei lana grossa und maike bei pascuali.

gleich zum start schauten wir, 2 freundinnen und ich bei tanja steinbach und schachenmayr vorbei. dort saßen dann schon meine beiden lieblingsjungs, arne und carlos, die schon die nächste pairfect-edition in petto haben.
es gab schöne farbverlaufsgestricke, aber auch der rowan-schal in dunkelrot hat es mir angetan und auch wenn ich nicht wirklich nähen kann: bei diesen stoffen würde ich es wirklich gerne können.


arne & carlos samt neuer pairfect-kollektion

lieblingsstücke bei schachenmayr

wir haben dann tanja kurz von der arbeit abgehalten und zogen kurzentschlossen zusammen weiter zur modenschau der mitglieder der initiative handarbeit.

ganz spannend fand ich da die frischen marktzahlen, die vor der show präsentiert wurden. und aufgehorcht habe ich dann bei dem folgenden zitat:
Ein verändertes Strickverhalten hat sich im Bereich der Handstrickgarne auf die Umsatzzahlen ausgewirkt. Der Absatz lag in diesem Bereich 2016 bei 375 Millionen Euro (2015: 400 Millionen Euro). Ein genauer Blick auf den Garn-Markt zeigt, dass nicht weniger als bisher gestrickt wird, sondern dass (...) aktuell mehr Projekte mit feinen und luftigen Garnen wie Mohair und Alpaka umgesetzt werden. Für diese Projekte wird nicht nur weniger Material verbraucht als für dicke Schals und Mützen – sie sind auch deutlich länger auf den Nadeln.
das ist doch mal interessant. daraus könnte man also folgern, dass die strick(wieder)einsteiger der letzten jahre, die mit dickem garn und nadeln starteten nun dem hobby durchaus treu bleiben und auf langfristigere projekte umschwenken. eine schöne entwicklung.

mitgeschnitten habe ich dann bei schachenmayr und lana grossa -




anschließend ging es dann einzeln weiter. ich stromerte erstmal ein bißchen ziellos durch die hallen, schaute hier und da, um dann bei erika knight hängen zu bleiben.





meine güte, was für eine großartige und so nette frau! sie hat sich richtig viel zeit für mich genommen, mir ihre garne und die ideen dahinter erklärt, und wir haben uns einfach ganz herzlich und intensiv unterhalten. ich bin jetzt fan von ihr! allein schon ihre studio linen shibori collection! diese blautöne! dieses leinengarn! einfach toll. zum abschied schenkte sie mir sogar einen strang studio linen in dunkelblau (pigment), den ich nun erst mal hüten und im sommer unbedingt verhäkeln möchte.

weiter ging es dann zu meinem termin mit rebekka bei lana grossa. rebekka ist nicht nur mitorganisatorin des yarncamps und beste aachen-reiseführerin, sondern auch einer der köpfe im social media-team von lana grossa. also gabs erst mal ein grosses hallo, was zu trinken (messe-protipp: niemals dehydrieren!) und eine ausführliche runde über den messestand.


lutz/maleknitting & rebekk

modelle & garne für den nächsten herbst & winter

so schöne home-strickereien
da traf ich dann auch prompt meinen lieblingspulli von der modenschau wieder (der graue mit den orangen karos) aber auch sehr schöne neue garne. diese aufgeflufften brushed-qualitäten mag ich sehr gerne, dazu kommt glitzer oder auch tweed (sehr chic!) und habt ihr die kleinen schleifen an der alpaca peru gesehen? da sind schon die knäule so knuffelig und dann auch noch mit schleife!
außerdem gibts es immer so schicke home-strickereien...

anschließend habe ich noch schnell einen blick auf die tollen fake-fur-bommel von aheadhunter geworfen - da hoffe ich sehr, dass die der lieblingswollladen ins sortiment aufnimmt.


fake fur-bommel, die richtig laune machen
und schließlich huschte ich noch bei maike am pascuali-stand vorbei, wo wir uns mal flugs ein loch in den bauch freuten über ihren artikel in der neuen verena (den stell ich euch noch mal genauer vor!).


wir freuen uns! :D


fundstücke von unterwegs. oben rechts im bild:
superschöne pom-pom-maker von phildar.
der tag verging so schnell und zwischendrin gabs noch sehr nette kurze kennenlernen und wiedersehen mit lieben bloggerkolleginnen: caros fummeley, maschenfein, stichfest, klimperklein...

um halb sechs schließlich bin ich dann zur strickparty spaziert, zu der we are knitters und susi strickliesl im januar ja eingeladen hatten. das war ein lustige, bunt zusammengewürfelte runde aus 20 stricker_innen (inkl. 3 kerlen). außer lutz kannte ich niemanden, aber kurz vorher hatte ich jennifer von jestil.de schon bei pascuali getroffen und so hatte ich gleich eine supernette sitznachbarin am tisch.
es gab richtig gutes fingerfood, getränke und für jeden ein we are knitters-kit, nämlich den downtown snood, den wir alle dann auch gleich angeschlagen haben. besonders schön fand ich, dass jeder eine andere farbe in seinem kit hatte, und es war noch mal so schön zu sehen, dass die farben bei allen richtig gut passten (ich mochte auch das pink von lutz!) 
mit nadeln #15 (!) strickt sich so ein rundschal quasi in nullkommanix und die ersten wurden auch prompt noch an diesem abend fertig. 




da ich selbst eine eher feste strickerin bin, habe ich ein bißchen länger und ein paar reihen mehr gebraucht, aber dennoch war gestern alles fertig. und der mann mag ihn auch ^^ 

um halb acht habe ich dann die ponies gesattelt und bin mit sack und pack zum zug nach hause gelaufen. schön wars! und nächstes jahr hänge ich einfach noch einen tag dran ;)

Sonntag, 19. März 2017

vom vorfreuen und neues entdecken

[werbung | pr-samplevor der messe ist vor der messe - sozusagen. während ich am nächsten freitag für drei tage beruflich nach leipzig zur buchmesse fahren werde, freue ich mich schon jetzt noch mal mehr vor. auf den freitag in zwei wochen nämlich. da fahre ich dann zur h+h nach köln.
auf beiden messen habe ich schon jetzt termine und verabredungen, muss für beide auch noch was vorbereiten (auch wenn mich die eine beruflich fordert und die andere dann eher unter privat- oder eben: blogger-vergnügen fällt).



messen sind zudem für mich auch immer eine herausforderung. ab einer gewissen menschenmenge werde ich  einfach misanthrop... - aber: ich freue mich auch auf alte bekannte und gute freundinnen, die ich zu lange nicht mehr gesehen habe.

während ich schon mal überlege, was ich an messetauglichen outfits für leipzig einpacke, im büro noch die letzten drucksachen und kundeninformationen auf den weg bringe und meine termine vorbereite,  kam diese woche dann noch ein echtes überraschungs- und vorfreupäckchen für köln an.




lana grossa hat nicht nur per post an den messestand eingeladen, sondern sich dazu noch was richtig schönes ausgedacht: mit dabei war nämlich ein projekt aus der aktuellen kollektion zum direkt loslegen mit garn, nadeln und label. das ganze kam in einer schicken box und macht noch mal mehr lust auf die messe. außerdem bietet das beigelegte lookbook einen ersten blick auf die frühjahrsmodelle. alles sehr schick und mit spannenden materialien. 

das garn alcanto ist da schon ein prima beispiel. der name weist schon darauf hin und ein blick auf das etikett bestätigt es: hier gehts um alcantara, eine art mikrofaservliesstoff aus polyurethan und polyesther, das im look und feel an wildleder erinnert. bei wikipedia heißt es dazu:
Das Textil fühlt sich sehr weich an, ist antistatisch, strapazierfähig, reinigungsfreundlich, atmungsaktiv, elastisch, allergieneutral und lässt sich leicht und faltenfrei aufspannen. Außerdem bietet es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in der Farbgebung.
ein echter vielkönner also. bislang habe ich bei kleidung eher einen bogen um alcantara gemacht, obwohl mich schon das eine oder andere kleid daraus angelacht hat. jetzt habe ich hier drei knäuel davon liegen und bin positiv überrascht. es fühlt sich nämlich wirklich gut an. gemeinsam mit den beiden knäueln silkhair kann daraus ein schicker schal werden, der zugleich cool und edel aussieht - genau, wie ich es mag. 

bevor ich allerdings mit dem schal-projekt starten kann, muss das testgestrick fertig werden. ihr erinnert euch vielleicht. das deadline-gestrick, anhand dessen ich die tipps von mason-dixon teste: how to knit more. anfang märz habe ich hier dazu was geschrieben und kann nun sagen: klappt durchaus. anstatt in einer art schockstarre zu verfallen, weil irgendwie nix vorwärts geht, habe ich mit schlichter fokussierung aufs deadline-projekt die saure-gurken-strickzeit überwunden. aktuell wuppts ganz gut und ich habe auch wieder spass am stricken. 

Sonntag, 5. März 2017

wie man mehr strickt - wenn man dann mal strickt


der februar war nicht nur blogtechnisch, sondern auch stricktechnisch eher übersichtlich. außer einer mütze wurde nix fertig, dafür aber ein neues testgestrick und ein paar socken angeschlagen. 
dabei strickte ich gar nicht so unmotiviert, allerdings doch recht unproduktiv vor mich hin. ganz passend dazu lief mir just der blogbetrag von ann bei mason-dixon knitting über den weg: how to knit more: 2 field-tested strategies


da wurde ich doch gleich hellhörig. sollte es so einfach sein? einfach mehr stricken mit ein bißchen umorganisieren? anns ideen dazu sind dabei so einfach, wie clever. 

1.) mindestens 3 projekte: für jeden geistes- und gemütszustand eines (also ausgeschlafen vs. mindless) sowie stricken mit festen endterminen.

2.) die allgegenwärtigkeit der strickprojekte: ann hat ihre strickprojekte beispielsweise im haus verteilt (beim fernsehen oder in der küche) und nutzt damit jede freie minute, gemäß dem motto jede masche zählt.

und was soll ich sagen, wenn man sich diese beiden, bzw. drei schlichten grundsätze mal zu herzen nimmt, dann geht auch was vorwärts.

aktuell erfüllen schon allein zwei projekte alle voraussetzungen. da wären einmal die socken aus der frischen "stricken macht glücklich"-färbung sowie ein teststrick. letzteres, ein langgezogener, trapezförmiger shawl mit streifen und lace-teilen, ist das perfekte projekt für jeden gemütszustand (streifen gehen immer, während der lace-teil - sagen wir mal - durchaus herausfordernd ist) und (!) es hat eine deadline ende märz. somit ist es auch mein stetiger begleiter. und in den zeiten, wo es dann nur einfach sein muss beim stricken, kommen eben die socken dran.

klappt schon ganz gut. wenn nicht der job und die aktuellen überstunden wären. aber das geht ja auch wieder vorbei. und bis dahin stricke ich halt einfach nach mason-dixon, denn: jede masche zählt.

Sonntag, 26. Februar 2017

sich zeit nehmen

wo ist nur dieser februar hin? seit dem letzten beitrag hier zogen ja schon wochen ins land...du gute güte. doch jetzt ist erst mal alles anders. es ist nämlich frühling da draußen. und fasching. letzteres finde ich persönlich eher vernachlässigbar (wenn man im februar geburtstag hat, dann hat man entweder zu viele faschingsfeten zwangsweise gefeiert oder ist richtig vernarrt in diese zeit. bei mir trifft ersteres zu). doch der blaue himmel, sonnenschein und diese ersten lauen lüfte machen mich sehr, sehr glücklich.

also recke ich die nase hinaus und nehme das bloggerleben wieder auf, das ungewollt ruhte. gibt es doch einiges zu berichten und festzuhalten.

so ist beipielsweise "sich zeit nehmen" hier ein gutes motto: sich zeit nehmen - zum innehalten,  zum stricken, zum pläne schmieden und zum vorfreuen. während nämlich im büro viel zu tun, zu planen und zu bedenken ist, muss ich privat ein bißchen aufpassen, dass ich abends und in der freizeit nicht nur platt und ausgepowert in der ecke hänge.

strickreisegepäck: rollkoffer, extra-tasche für die projekte und kuchen!

beste gelegenheit und ein wunderbares trainingscamp für viel zeit (und quality time im besten sinne) hatte ich dann mitte februar. da ging es nämlich mit meiner wiesbadener strick-crew zu sechst für vier tage ins entzückendste nirgendwo.
irgendwo in mittelhessen quartierten wir uns in einer alten scheune ein, genossen jeden morgen ein prächtiges frühstücksbuffet sowie abends ein fantastisches drei-gänge-menü und ließen es uns in der restlichen zeit richtig gut gehen. da war einfach mal viel zeit: zum ausschlafen, spazieren (immer morgens und abends 1,4 km durch den wald ins haupthaus mit dem leckeren essen), kaffee trinken, sich unterhalten, ein bißchen wellness und - natürlich - stricken.

ganz verwunschen und sehr gemütlich wars.

abendessenweg.

neugierige weggenossen.

kuchen verputzen und tüfeln am gestrick.
und wie es immer so ist: wenn man sich mal zeit nimmt und dabei bleiben kann, dann gehts auch vorwärts. absoluter profiteur war dann auch das deckenprojekt, das inzwischen einfach zu groß ist, um in der bahn als pendlergestrick mitzureisen und deshalb alltäglich viel zu selten zu seinem recht kommt. es tat gut, da mal wieder ein gutes stück vorwärts zu kommen. 

decke stricken und auf die nächsten sochen vorfreuen.
und es war schön zu sehen, dass die abendlichen strickrunden auch in aller ausführlichkeit und wenn mal sich auf der pelle hockt, funktionieren und wir uns einfach verstehen. vivianne hatte dann auch noch die beste idee überhaupt und tüftelte mit liesa von sternenstaub-wolle eine garnfärbung für uns aus, die den treffenden namen stricken macht glücklich trägt. wir sechs haben nun je einen strang sockenwolle twisty star (meine güte, ist die weich und wunderbar!) und die ersten sockenanfänge sind schon auf den nadeln. und für alle, die nun lust auf bunte, ringelige und glücklichmachende socken haben: die farbe gibt es bei liesa auch im shop ;)

stricken macht glücklich - der beweis.
das lange wochenende war - wie das immer gerne so ist - viel zu kurz. nun versuche ich also die entspannung und die muße mit in den alltag zu nehmen. und mir immer wieder die zeit zu nehmen und den kopf frei zu machen für die schönen und glücklichmachenden dinge im leben, die so gerne viel zu kurz kommen.