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Sonntag, 11. Dezember 2016

vom knäuel zur mütze

so schnell kanns gehen: gestern noch als unbescholtenes knäuel im laden, heute schon als mütze ausgehfertig. es gibt wohl schlechtere schicksale für 110m wolle.




am gestrigen adventssamstag habe ich nämlich die adventlich langen samstagsöffnungszeiten des lieblingswolladens endlich genutzt und mir eine ganz entspannte jahresend-woll-bummelei gegönnt. anne und sabine hatten nicht nur das schaufenster festlich herausgeputzt (schaut nur diese kleine woll-puppen-stube an!), sondern auch gebacken und den sekt kalt gestellt ;)





richtige pläne oder projektideen hatte ich nicht. bei mir liegen immer noch zuviel angefangene strickereien herum und perspektivisch soll das eigene wolllager ja kleiner werden, aber ich hatte einfach lust, zu stöbern. dazu kommt: bis ende des jahres mach ich mir stricktechnisch keinen stress mehr. es wird keine wolligen weihnachtsgeschenke von mir geben, ich stricke somit nur noch für mich und nach lust und laune. die vernünftigen zeiten gibts dann wieder nächstes jahr.



und weil ich so auf die schnellen, kleinen strickprojekte stehe, und zudem meine mützenkollektion mal wieder eine auffrischung braucht, habe ich meiner spontanen begeisterung für eine schlichte mütze aus einem knäuel myk von sandness garn nachgegeben. myk hat eine lauflänge von 110m auf 50g und ist eine mischung aus 48% alpaka, 30% merino und 22% polyamid. es hat diese aufgefluffte oberfläche (brushed) und ist in allen farben ganz leicht meliert (meine farbe, die 7521, ist eine helles eisblau-grau (zur zeit stehe ich total auf helle mützen)). und: myk hat eines der hübschesten etiketten, die ich in letzter zeit gesehen habe.

gestern abend habe ich also meine 7er-nadeln rausgesucht und angeschlagen. beim adventlichen strick-brunch mit den wiesbadener strickmädels heute mittag wurde dann der glatt rechts-part fast fertig und gerade eben habe ich noch die 8 abnahmereihen gestrickt, die letzten 12 maschen zusammengezogen und die fäden vernäht. fertig. morgen zieh ich sie gleich an. 



wer also noch auf der suche nach einem wirklich schnellen (geschenk-)gestrick ist oder für eine:n befreundete:n stricker:in ein kleines projekt zusammenstellen möchte - kann ich absolut empfehlen. 

mütze lue aus dem heft 1417 myk von sandnes garn, 50g myk (48% alpaca, 30% wolle, 22% polyamid) von sandnes garn, col. 7521 (eisblau-grau), nadel #7, gestrickt am 10. und 11. dezember 2016.

Sonntag, 3. Juli 2016

das stashprojekt - der 6-monats-status

seit anfang des jahres pflege ich hier bei der wollbindung einen guten strickvorsatz: das wolllager soll kleiner werden. unter dem label stash2016 betrachte ich also mal sorgenvoll, mal bester dinge mein wolllager und berichte davon.  



bei meinem ersten résumé ende märz versprach ich hier neuigkeiten für ende juni. der kam nun schneller als gedacht und bei einem strengen strickblick auf die letzten drei monate ergibt sich folgendes. 


was wurde gestrickt? 


es wurde viel angefangen, aber nur ein projekt fertiggestellt (ach du gute güte!?). gründe dafür gibt es ein paar: großprojekte wie breathing space dauern bei mir immer. bei be kind wartete ich fast zweieinhalb monate auf den garnnachschub und dann hält mich der job aktuell ein bißchen mehr als sonst auf trab. aber ich will mich nicht rausreden. zumindest hege ich die hoffnung, dass bis ende september umso mehr fertig werden könnte.  


was hat (nicht so) gut geklappt? 


bis ende juni waren zwar lediglich ergänzungskäufe für aktuelle projekte erlaubt, was ich auch prompt genutzt habe für 2 stränge madelintosh merino light (768m) und 4 knäuel donegal tweed (1440 m), doch in paris habe ich all die guten vorsätze kurzerhand mal über bord geworfen und bin mit knapp 1500m frischer wolle wiedergekommen. (immerhin ist die hälfte davon schon wieder verstrickt). und dann kam im juni noch ein spontankauf bei der merino baby vom regenbogenschaf (440m) dazu. macht also einen zuwachs von 4148m.

immerhin wurde auch was verstrickt sowie dreimal lagerwolle weitergegeben (insgesamt 2668m). hin und her gerechnet ergibt das für ende juni einen status von 1350m weniger wolle im lager als noch am 01. januar 2016. davon bin ich nun doch ein wenig überrascht - ich hatte schlimmeres befürchtet. 

wie gehts nun weiter? 


schaut man sich nun noch die projekte an, die ich gerade stricke, wird es doch recht erfreulich: mit be kind, breathing space und dem neuen webprojekt habe ich gerade sogar 5288m in der mache. die aussichten bis ende september sind somit ganz heiter. allerdings wird mich auf alle fälle das wollfest in hamburg dann doch wieder vor harte herausforderungen stellen. aber bis dahin könnte ja das eine oder andere auch schon wieder fertig gestrickt sein.


ich bin also ganz guter dinge. weiter geht es nun mit den ganzen angefangenen projekten. der sommer hält sich ja noch bedeckt, da kann ich auch merino und tweed stricken. und auch bis ende september gilt: ergänzungskäufe sind erlaubt, spontankäufe verboten (eigentlich...).

Freitag, 1. April 2016

das stashprojekt - zeit für ein erstes résumé


zum jahreswechsel gab es hier bei der wollbindung nur einen guten strickvorsatz: drei monate wird keine wolle gekauft und nur aus dem lager gestrickt. zum 01. april wollte ich mir das ganze dann noch mal ansehen und justieren, denn ein ganzes strickjahr ohne wollkauf erschien mir schon damals als utopisch.

nun denn, zeit für ein erstes fazit: was wurde gestrickt, was hat gut geklappt und wie gehts nun weiter?

was wurde gestrickt?
fertig wurden sechs projekte mit insgesamt ca. 3100 m: eine mütze, ein cowl, zwei schals, eine tasche und ein korb. das ist ja schon mal was.
außerdem habe ich just 32g-restknäuel merino/seide mit knapp 130m von dye for yarn über ravelry verkauft. 
dazu kamen zwei knäuel albertine von de rerum natura mit insgesamt 400m. somit ergibt sich ein reiner stashabbau von 2830 m.



was hat gut geklappt?
interessanterweise war das mit dem "keine wolle kaufen" gar nicht so schwer, als ich die entscheidung dann doch mal getroffen hatte. allerdings muss ich auch sagen, dass es zwar sehr entspannend ist, sich überhaupt nicht mit neuen garnen zu beschäftigen oder auch nur der möglichkeit, sich etwas mitbringen zu lassen. 
jedoch ist es auch nur dann ganz nett, wenn man weiß, dass die ganze sache endlich ist. und gerade in den letzten 10 tagen habe ich mich schon sehr auf die neuen möglichkeiten ab dem 01. april gefreut ;)

ebenfalls gelernt habe ich, dass das hiesige lager eine ganze menge potential hat. nicht umsonst habe ich also in den letzten jahren meinen garngelüsten nachgegeben. auf alle fälle ist es ein prima grundstock für alle möglichen inspirationen und schönen anleitungen, die da noch kommen mögen.

wie gehts nun weiter?
das zauberwort für die beiden nächsten projekte heißt nun erst mal: ergänzungskauf. grundstock für jedes projekt ist ein lagergarn. ergänzungen dazu sind erlaubt und werden auch benötigt.



gleich mal angeschlagen habe ich an ostern ein neues tuch: be kind von veera välimäki aus dem recht frischen interpretations vol. 3, das sie gemeinsam mit joji locatelli herausgebracht hat. eine finnisch-argentinische co-produktion mit einigen modellen, die ich sehr schön und tragbar finde.
be kind wird mein fünftes veera-tuch (#1, #2, #3, #4) und auch wenn es dem secret of change relativ ähnlich sieht, habe ich mich aus 3 gründen dafür entschieden:

  • ich hatte mal wieder unbändige lust auf ein tuch von veera - ich mag ihre entwürfe einfach.
  • ich trage besonders gerne line break und secret of change. beide sind unifarben und extrem kombinationsfreudig. somit hat be kind gute chancen, ebenfalls ein allroundtalent zu werden.
  • und zu guter letzt hatte ich den perfekten strang hier liegen: madelinetosh merino light in der farbe modern fair isle. es wäre also fast sträflich gewesen, diesem garn die chance auf das perfekte projekt zu verwehren. der noch fehlenden beiden stränge habe ich nun beim lieblingswollladen (danke an anne und sabine für den immer so netten und unkomplizierten service!) nachgeordert.

noch in der planung, aber am wochenende soll es los gehen: breathing space. ebenfalls aus dem interpretations vol. 3. 
nach all den schals und kleinteilen war es mal wieder höchste zeit für ein pullover- oder strickjacken-projekt. und da den pullover beim meet to knit auch einige stricken wollen, haben wir kurzerhand einen kleinen, inoffiziellen kal ausgerufen. da habe ich dann moralische und tatkräftige unterstützung, wenn es drauf ankommt. 
die maschenprobe ist immerhin schon gestrickt und vermessen. als grundfarbe will ich die soft donegal von ruppertgarne in der farbe dingle verstricken. das ist ein dunkles rot mit pflaumeneinschlag und hellgrünen sowie roten einsprengseln (und das ich auch schon einige zeit hier hüte). es wird also ein tweed-pullover. es fehlt allerdings noch die kontrastfarbe. da habe ich aber schon die fühler ausgestreckt und schaue mal, wie nah ich meiner wunschfarbe kommen kann.

damit sollte ich bis in den mai ganz gut beschäftigt sein. im mai selbst habe ich zudem ein langes wochenende mit meiner mama und schwester in paris geplant. und da will ich unbedingt auch den einen oder anderen wollladen besuchen. aber auch dafür gilt: ergänzung für ein projekt ist ok. neue, unverplante wolle wird es nicht geben. und ende juni folgt dann hier das nächste fazit zum thema stash2016.

Mittwoch, 6. Januar 2016

von ersten projekten, lieblingsnadeln & strickvorsätzen







willkommen im neuen blog- und woll-jahr der wollbindung - ich hoffe, ihr seid alle gut im neuen jahr angekommen und in den januar gestartet. hier wurde das neue jahr mit einem kleinen ein-knäuel-projekt feierlich angestrickt. und passend dazu kamen auch gleich die neuen lieblingsnadeln zum einsatz.

zu weihnachten gab es nämlich von lena (du bist die beste!) ein paar wunderschöne ebenholznadeln von holz & stein, die sich wie butter stricken und die ich hüten werde wie meinen augapfel, nachdem ich mir mein erstes paar durch unachtsamkeit vor einem jahr mal zerbrochen habe. seitdem wollte ich sie immer wieder ersetzen, aber es war wie verhext: bei allen holz & stein-gelegenheiten, war genau diese nadelstärke in dieser länge und mit diesem holz nicht zu bekommen.

aber jetzt ist wieder alles gut und das erste projekt 2016 strickte sich damit noch mal so schön (was für ein verheißungsvoller jahresstart!).

muster und garn sind mir hiesigen lana-grossa-laden zufällig untergekommen. es war liebe auf den ersten blick und ein absoluter spontan-kauf. bei sockenwolle habe ich mir solche kapriolen (also ein-knäuel-spontan-käufe) schon längst verboten, aber bei dk-qualitäten greift das nicht. zudem lag zuhause noch eine heimatlose fake-fur-bommel herum. insofern war es ja nur ein ergänzungskauf... *räusper*

den neujahrstag samt ausschlafen, rumbummeln und ausgiebigem film-konsum habe ich dann gleich genutzt und das neue strickjahr mit neuem garn und neuer nadel eingeweiht. nachdem alle weihnachtsgeschenke vor weihnachten fertiggestrickt und noch pünktlich versendet werden konnten, und auch die tasche bereits gefilzt ist und nur noch auf ihre henkel wartet, war ein kleines zwischenprojekt erlaubt.

die mütze selbst ist ein kleines, unaufgeregtes ding mit ein paar zöpfen und ansonsten glatt rechts und glatt links gestrickten teilen. obwohl der verbrauch mit 100g angegeben ist, habe ich nur 50g gebraucht (bis auf ein paar meter) und sie ist trotzdem groß genug für mich, die ich leider kein zierliches köpfchen habe.

in diesem winter, der sich aktuell grün, ungemütlich und regnerisch präsentiert, geht der wollbindungs-trend also unbestreitbar zur bommelmütze, wie auch die letzten beiden mützen-projekte beweisen (hier und hier).

auch wenn das strick-jahr verheißungsvoll startete und ich eigentlich kein fan von (guten) vorsätzen bin, nehme ich den jahreswechsel nun doch gerne zum anlass, um für die nächsten projekte meine rahmenbedingung zu definieren, die so schlicht wie einfach ist:
wie oben schon erwähnt, gibt es inzwischen bei mir ein paar woll-kauf-restriktionen. und obwohl ich im letzten jahr ein drittel meiner projekte aus lagerwolle bestritten habe, liegen hier immer noch genug und auch viel zu viel schöne garne sowie projekte-to-be in den wollkisten. somit starte ich das neue jahr mit einer ganz klaren knitting-from-the-stash-vorgabe. da ich alles für alle erdenklichen wunsch-projekte vorrätig habe, wird also mindestens bis zum 01.04. keine neue wolle mehr gekauft, sondern vorhandene verstrickt (und ich hoffe sehr, dass ich mich in den kritischen momenten auch daran erinnere - ihr dürft mich auf alle fälle gerne und immer daran erinnern und auch auslachen).
nach drei monaten und den ersten erfahrungen damit, kann ich dann die vorgaben noch mal justieren - ich bin gespannt und guter dinge, dass damit ein paar lang gehegte wunsch-strickereien endlich auch mal in die tat umgesetzt werden ;)

mütze #12 aus filati accessoires 11, 50g lana grossa cinque multi (60% schurwolle, 40% polyacryl), col. 15, nadel 3.5 und 4, gestrickt am 01.-03. januar 2016.