Samstag, 31. August 2019

das kordelkörbchen - tipps und ein häkelprojekt für die strickmühle

ich bin verliebt in strickmühlen! und obwohl ich meine strickmühle schon seit 2012 besitze, brauchts manchmal nur einen kleinen stups für noch mehr spass mit strickkordeln.


tanja hat bei mir ende juli mit ihrer instagram story, in der sie die strickmühleauspackte und ein ganzes knäuel einfach mal so verkordelte, direkt etwas angestupst. das wollte ich auch. zwar hatte ich noch keine genauen pläne, was ich damit anstellen könnte (und tanja hat es auch erst anfang august in ihrem blog verraten *klick*), aber das hat mich trotzdem nicht abgehalten.

und das gut gefüllte lager bot auch direkt was passendes zum ausprobieren: knapp 300g tahiti von schachenmayr in der farbe sahara. das garn ist mit 280m auf 50g ordentlich dünn und läßt sich prima verkordeln. und auch der farbverlauf bleibt erhalten, wenn auch deutlich verkürzt.


ich habe dann mit dem entstandenen schlauchgarn ein bißchen rumprobiert und mich schließlich für ein häkelkörbchen entschieden. bei schachenmayr gibt es die anleitung für ein hübsches körbchen aktuell sogar kostenlos (hängekörbchen, S10229).


das muster ist außerordentlich hübsch und schön zu häkeln. bei meiner version habe ich lediglich den boden um eine reihe verkürzt und auch nur 8 reihen in der höhe gearbeitet. insgesamt hat es nun 21cm durchmesser und ist etwa 10cm hoch.



ihr könnt gut sehen, dass der lange farbverlauf auch verkordelt und verhäkelt wunderbar funktioniert und ich habe nun ein schickes, stabiles körbchen für das badezimmer.

strickmühle? strickmühle!

eine strickmühle ist im grunde nichts anderes als eine strickliesel, die per kurbel funktioniert. also kein einzelnes abheben der maschen mehr. man kurbelt einfach.
allerdings kurbelt man bei einem knäuel tahiti (immerhin 280m) schon sehr lange. und zudem muss das gekurbelte beschwert und frei baumeln. man kann also nicht einfach vor sich hinmühlen (sonst gibts kordelwust), sondern muss immer wieder das ganze aufwickeln.

tanja hat ebenfalls gute tipps für das arbeiten mit der strickmühle.

mein tipp: ich habe das treppenhaus genutzt (wir haben hier im erdgeschoß ordentlich hohe räume und es geht vom treppenabsatz im ersten stock um die 5 meter runter). da kann das bereits verkordelte samt gewicht prima eine weile runterbaumeln und man muss nicht so oft aufwickeln. außerdem läßt sich bei meiner strickmühle die kurbel abnehmen. mit einem passenden bit auf dem akkuschrauber wirds dann nochmal schneller. aber achtung: der akkuschrauber kann mit der zeit heißlaufen, also auch mal pause machen. und: keine gewähr, ob und wie lange die strickmühle das mitmacht (meine hat bisher nicht gemuckt).

seit 2012 habe ich hier das mini-modell von prym. auf der messe im frühjahr stellte prym nun die comfort twist vor, die ein paar schöne neuerungen hat: zum einen ist das gewicht besser am strickschlauch zu befestigen, zum anderen ist sie an einem tisch o.ä. zu befestigen, was das ganze prozedere noch ein bißchen komfortabler macht.

auch schön

wer nicht unbedingt körbchen ein einkaufsnetz häkeln will (wobei das auch viel spass macht): auf ravelry gibt es sehr hübsche ideen, wie man aus den strickkordeln halsschmuck machen kann *klick*. und in der molly makes gab 2013 ein hübsches halsband *klick*, das ich sogar schon mal nachgearbeitet habe *klick

kordelkörbchen (nach dieser anleitung), 280g tahiti von schachenmayr (100% baumwolle, 280m/50g), col. 07622 (sahara), nadel #7, gehäkelt vom 20. juli bis 04. august 2019.

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