Sonntag, 29. Juni 2014

franken - die dritte

strickerinnen stromern durch bamberg

mit dem schiff auf der regnitz


kunst gucken


klein-venedig


das alte rathaus
die zeit vergeht so schnell. und nun ist nicht nur schon das erste halbe 2014 vorbei, sondern auch schon wieder die frankentour, auf die ich mich schon seit märz vorfreute. und da gerade in letzter zeit der job viel verlangt, hat das lange wochenende so richtig gut getan (ich hätte locker noch die eine oder andere woche dran hängen können).

bereits zum dritten mal bereits nutzten wir, 5 mädels vom meet to knit, ein langes wochenende für eine reise nach franken, um alte lieblingsläden und neue shops zu besuchen und, um - natürlich - zu stricken. diesmal war bamberg für 4 tage unser ausgangspunkt für trips nach coburg, fürth und erlangen. neben umgarnt und dye for yarn stand diesmal das wollkontor in erlangen als neues ziel auf der liste.
claudia hatte für uns 5 zwei hübsche ferienwohnungen gefunden, die nebeneinander und günstig zwischen bamberger bahnhof und der altstadt lagen. am donnerstag haben wir dann erst mal unsere wohnungen bezogen, das feiertägliche bamberg erkundet und eine nette schiffstour auf der regnitz unternommen. abends wurde es dann gemütlich beim zusammen stricken, wollkäufe und projekte planen. und das vorrundenspiel uru:eng lief nebenher.

leider empfing uns der freitag deutlich kühler als noch der donnerstag und dazu kam noch ein spannender schienenersatzverkehr in richtung coburg. nichtsdetotrotz kamen wir bester laune in coburg an. seit unserem letzten besuch 2012 ist umgarnt mit seinem ladengeschäft umgezogen. der laden war schon vorher schön, ist aber jetzt ein echtes wollladen-highlight. hell und großzügig mit einem sehr schönen woll-angebot aufwartet. unsere ausbeute war dementsprechend umfangreich. ich hatte eigentlich gar keine pläne, habe mich aber dann spontan in einen kleinen lace-schal aus manos lace verliebt...
übrigens: ronny lange, der bei umgarnt arbeitet und dort während unseres besuches den laden schmiss, bloggt auch: knit something. wir haben uns sehr nett unterhalten (übers stricken, bloggen, trends und aktuelle themen) und er kennt sein sortiment, die farben und qualitäten und berät entsprechend umfassens und einfach gut.
wir alle waren nach dem besuch noch mal begeisterter von umgarnt als vorher schon. der laden ist immer eine reise wert. anschließend waren wir noch ein bißchen bummeln und abseits von aller wolle shoppen. coburg ist eine richtig schöne stadt, und eigentlich ist es schade, dass wir immer nur kurz dort vorbeischauen.

umgarnt in coburg - noch heller und noch schöner


coburger beute


meine beute
am samstag standen fürth und erlangen auf dem plan. es war, nach 2012, der zweite besuch bei dye for yarn im fürther ladengeschäft. und obwohl ich bei den beiden mädels gerne online kaufe, ist es einfach viel schöner und auch etwas besonderes die garne und farben vor der nase zu haben und auch befühlen zu können. überhaupt hat sich auch hier in den letzten zwei jahren getan: die färbeküche, die direkt neben dem ladengeschäft liegt sieht nun noch mal so professionell aus.
eingentlich suchte ich auch eine ergänzung zu meinem strohgoldenen strang merino/seide. da ich aber bislang kein finales projekt dazu habe, fiel die farbwahl zu schwer. aber: dye for yarn wird auch in hamburg beim ravelry-treffen sein. also kann ich bis anfang september nochmal überlegen.
von fürth nach erlangen ist es ja nur ein katzensprung - die zehn minuten in der bahn taugen dementsprechend nur für ein kurzes instant-stricken. nach dem besuch im wollkontor (quasi der fränkische wolle bachmann) haben wir uns erst mal eine ausführliche mittags- und strickpause gegönnt mit leckeren broten, schorle und kaffee, um frisch gestärkt einen ebenso ausführlichen bummel durch die erlangener fussgängerzone zu unternehmen.


wunderbare farben auf wunderbaren garnen


dye for yarn in fürth - immer schön
es wurde also viel gebummelt, schöne läden entdeckt, eis gegessen und neue strickpläne geschmiedet. und ich hatte endlich, endlich mal richtig zeit für das strickprojekt, das mich mit seinen p3tog und links verschränkten zunahmen schon ein wenig genervt hatte. heute habe ich die letzten fäden vernäht und wenn es dann demnächst verschenkt ist, dann stelle ich es hier auch ausführlich vor.

nun ist wieder zeit für das rote leinen-projekt. immerhin stricke ich schon an der ersten lace-passe. es wird also. wenn auch mal wieder viel langsamer als eigentlich gewollt.

Sonntag, 15. Juni 2014

strickausstattung: ab sofort mit garnschale

garnschale in action.
schon seit meinem ersten besuch in schwabsburg vor zwei jahren hatten es mir die garnschalen des keramikatelier pfalzfeld/karin exner angetan. form und farbe gefielen mir von anfang an, dummerweise habe ich damals keine mitgenommen und bald bereut. letztes jahr hatte ich sie beim schwabsburg-ausflug fest eingeplant. allerdings hatten diese idee auch viele andere besucher: am zweiten markttag gab es schon keine mehr. und in diesem jahr waren wir über das lange wochenende bei meinen eltern. somit gab es gar kein wollfest für mich. 
jedoch war die rettung nah: lena bot mir nämlich an, eine schale mitzubringen und damit es auch ja klappte, habe ich kurzerhand bei frau exner eine in der wunschfarbe weiß vorbestellt. leider hat die töpferei keine eigene webseite, aber nach ein wenig recherche habe ich einfach angerufen und wir haben sehr nett telefoniert. 
zwar hat es noch mal zwei wochen gedauert, bis ich das gute stück gestern in die arme schließen konnte, aber nach zwei jahren macht das ja auch nix mehr. nun wurde sie auf dem wohnzimmertisch installiert und macht ganz professionell und in aller ruhe ihren job: das knäuel verschwindet nicht mehr unter dem sofa, ist sicher vor neugierigen kaninchennasen und kleine strickstücke können ebenfalls problemlos darin verstaut werden, wenn nicht daran gestrickt wird. 
ab sofort also mit garnschale. und zur feier des tages bin ich beim roten strafford-tee aka berlin-projekt auch endlich mal bei den armausschnitten angelangt. da wird es nun endlich wieder spannend im gestrick.

Mittwoch, 11. Juni 2014

was sein könnte und bald ist

wenn ich denn mal zeit hätte oder es nicht so unfassbar heiß wäre...dann, ja dann könnte es so aussehen wie da oben: im körbchen alle notwendigen utensilien, ein paar kissen auf der hollywoodschaukel und schwuppdiwupp fertig ist die gemütliche gartenzeit. und wenn ich dann zum stricken käme, könnte ich auch hier mal wieder etwas zeigen.

aber es kommen auch wieder die besseren zeiten. nächste woche zum beispiel wird aus dem langen wochenende ein strickwochenende in franken. inzwischen schon gute tradition: 2010 besuchten wir schoppel, die wollmeise und machten ansbach unsicher, 2012 standen coburg/umgarnt, fürth/dye for yarn und bamberg auf dem reiseplan. dieses mal residieren wir in bamberg und planen wieder ausflüge mit woll-faktor in die fränkische umgebung.

das gibt dann zum einen großartige strickzeit mit gleichgesinnten und zum anderen wieder beste woll-verführungen - kurz: ich freu mich schon vor.

Freitag, 30. Mai 2014

ein tag in aachen

der hühnerdieb


kunst vor dem hauptbahnhof


printen und karl der große 


markt

die annastrasse


einladung zum verweilen


görg & görg - mit einem kleinen eindruck der großen knopfauswahl


wolle und schöne modelle

neue hasenknöpfe

nach berlin gings nach nur drei tagen weiter nach essen. zwei tage kongress mit spannenden themen. wie auch im letzten jahr habe ich den freitag noch drangehängt und den ausflug in das ruhrgebiet für einen besuch im museum genutzt. diesmal das lehmbruckmuseum in duisburg. leider war der termin nicht optimal gewählt, denn die vorbereitungen für das jubiläumsjahr laufen noch und so konnte ich die sammlung leider nicht sehen. aber die sonderausstellung war auch sehr gut.
und wer am 14.6. zeit und gelegenheit hat, sollte sich den start ins jubiläumsjahr und überhaupt selbiges nicht entgehen lassen!

nachmittags stieg ich dann in den regionalzug und zockelte ein bißchen müde und abgespannt aachen entgegen. das wetter besann sich währenddessen nach den eisheiligen seiner mai-qualitäten. es wurde wärmer und so richtig schön. aachen zeigte sich also gleich von seiner schönsten und mediteransten seite. nachdem ich im kleinsten hotelzimmer aller zeiten mein gepäck abgeworfen hatte, waren auch meine lebensgeister wieder da. nach einer klitzekleinen ersten runde um den block (dom, rathaus, altstadtgassen) holte mich rebekka ab, um den abend in netter gesellschaft von volker beim italiener stilvoll zu begehen. 

rebekka und ich hatten uns zuletzt bei michaelas tag der offenen tür gesehen und kennen uns über twitter und von der re:publica. volker ist auch ein ganz alter twitter-recke schon aus den ersten jahren. und da die beiden dieses jahr nicht in berlin waren, nutzte ich meine reise nach essen für einen kleinen schlenker tiefer in den westen der republik. 

der italiener verwöhnte uns (und ich habe noch nie so eine schöne jugendstilbar gesehen), wir haben uns prima unterhalten und ich war gleich ganz verliebt in aachen.

der nächste tag startete ganz gemütlich mit einem ausgedehnten und sehr leckeren frühstück im kurviertel. und bei bestem sommerwetter starteten rebekka und ich dann die shopping- und sightseeing-tour. ganz klar, dass der erste weg gleich mal in die annagasse führte zu görg & görg
die annagasse selbst ist schon einen besuch wert. jeder laden sowie die strasse selbst ist liebevoll herausgeputzt und ganz einladend. 
görg & görg bietet ein schönes sortiment bekannter, aber auch besonderer garne mit einer sehr umfangreichen und wirklich hübschen knopfauswahl. nicht so das übliche, was ich schon oft gesehen habe, sondern außergewöhnliche, elegante, stilvolle und ganz reizende knöpfe für jeden farbwunsch. wirklich empfehlenswert. ich nutzte die gunst der stunde und stöberte nach neuen hasenknöpfen für die nächste bunny-collection (und wurde natürlich auch fündig). besonders gefallen mir die runden mit mond und hase und für die beiden ganz links habe ich schon ein projekt auf den nadeln.

nach diesem schon so schönen einstand stromerten wir weiter durch die gassen, besuchten den dom (mit toller hochzeitsgesellschaft), schmökerten uns durch drei sehr hübsche kleine buchhandlungen, schnupperten in teegeschäften nach dem besten printentee und - klaro! - mussten auch ein paar original aachener printen mitgenommen werden. 

aachen ist eine wirklich hübsche stadt und besonders die kleinen läden, die liebevoll mit krepppapier geschmückten birkenstämmchen in den strassen (mai-deko), die geschichte an allen ecken (mein historikerherz freut sich dann immer) haben es mir angetan. außerdem hatte ich die beste stadtführerein aller zeiten.

als ich nachmittags wieder in der zug richtung heimat kletterte stand schon lange fest, dass ich unbedingt wieder nach aachen muss. dieser eine tag war so etwas wie ein amuse gueule und ich habe nun viel lust auf mehr davon, denn für eine ganze menge war es einfach zu wenig zeit: eine domführung, ein museumsbesuch oder ein ausführlicherer spaziergang durch die altstadt. 
muss ich also wiederkommen ;)

Sonntag, 25. Mai 2014

bunny-collection feat. kanoko pants


als sich bei lena ein zweiter kleiner mann ankündigte, war schnell klar, dass er von uns beim meet to knit von oben bis unten und rundherum bestrickt werden würde. sein großer bruder hatte von mir einen pulli und eine strickjacke bekommen. für mehr abwechslung wollte ich mal das mit den gestrickten hosen probieren.

eine umfrage bei zwei arbeitskolleginnen mit kindern ergab allerdings ein rundweg vernichtendes urteil zu strickhosen: ökig, unpraktisch, lass das lieber.
allerdings hatte ich mich schon in die kanoko-pants auf ravelry verguckt und auch lena signalisierte zustimmung. kurz: ich musste es einfach ausprobieren. 
im hiesigen wolllädchen habe ich dafür 2 knäulchen baby cashmerino von debbie bliss in einem kombinationsfreundlichen kaperngrün ausgesucht und losgelegt. 

beim original wird der bund umgeklappt, um dann mit einer kordel oder einem gummizug versehen am kind zu halten. das fand ich aber eine eher unbequeme lösung. stattdessen habe ich den rippenbund einfach ein wenig verlängert. bei kugeligen milchbäuchen inkl. anschließender windel hält das ausgezeichnet. 
gestrickt wird von oben nach unten. man fängt also am bund an und teilt dann irgendwann für die beine. und ab da geht es dann noch mal fixer als sowieso schon.

mit der etwas geringeren garnstärke als die in der anleitung empfohlene, wurde es bei mir eine echte newborn-version bei einer gestrickten mittleren größe. der junge mann trägt seine hose nun auch schon fleißig und sieht damit todchic aus. aber das beste: seine mutter ist von der hose begeistert. und auch die hebamme hat ihr beste eigenschaften attestiert: schön weich, wärmt gut und so schön weit, dass das baby nicht überhitzt.

kanoko pants von yumiko sakurai, 82 g baby cashmerino (55 % wolle, 33 % polyacryl und 12 % kaschmir) von debbie bliss, col. 19 (moss), nadel 3.5, gestrickt im april 2014.

Samstag, 24. Mai 2014

maitage in berlin - souvenirs


bücher statt wolle lautete diesmal das motto in berlin. während normalerweise das eine oder andere knäulchen als souvenir willkommen ist, und ich auch gerne in diversen wollläden stöbere, hatte ich dieses mal einfach keine lust dazu. zum einem habe ich bereits ein etwas zu umfangreiches wolllager zum anderen gibt es aktuell kein unbedingt-haben-woll-projekt, dass einen einkauf nötig gemacht hätte. lediglich die aktuelle knitscene hätte ich gerne gehabt. gabs aber nicht. nun denn, alles nicht wild.

stattdessen wollte ich unbedingt den buchladen am bayerischen platz besuchen, und zwar wegen eines artikels im börsenblatt: eine glücksmaschine, der mich neugierig machte. mag ich doch kleine, individuelle buchläden mit schöner auswahl, die zum stöbern einladen und mich mit ihrem angebot zum kaufen & lesen verführen. außerdem brauchte ich noch ein geschenk zum muttertag. und das sollte ein buch sein. diese besondere buchhändlerin, frau fritsch-weith schien mir da genau die richtige für einen guten tipp.

und so stand ich dann an diesem dienstag nachmittag in berlin in der buchhandlung am bayerischen platz und konnte eine wunderbare frau und buchhändlerin kennenlernen, die mir mit sicherer hand und viel, viel wissen um ihr angebot wunderbare bücher empfahl - und ich hätte noch viel mehr kaufen können, als nur die drei, die es dann wurden. mit ihrer art über das jeweilige buch zu sprechen, machte sie sofort lust darauf und es spricht für sich, dass ich für mich zwei titel kaufte, die normalerweise überhaupt nicht in meinem beuteschema liegen: kurzgeschichten und eine novelle. und jetzt, nach der lektüre, weiß ich immer noch, dass es die richtige entscheidung war, meine persönliche lese-komfortzone zu verlassen und ich diese bücher als bereicherung empfinde. 



das klingt nun fürchterlich pathetisch. ist aber gar nicht so gemeint. doch meine eigene lesergeschichte hat mich gelehrt, dass es nicht jedes buch wert ist, einen platz auf den acht metern buchregal zu finden, die ich meinen büchern hier in der wohnung zu verfügung stelle. ich bin inzwischen eine ziemlich zickige leserin. 
als kind habe ich unglaublich viel gelesen. ich glaube, meine mutter war zwischenzeitlich ein wenig verzweifelt, ob der massen an schneiderbüchern, die meine schwester und ich verschlungen haben. als teenager konnten die bücher nicht dick genug sein. je mehr wälzer umso besser. und auch im studium ging es so weiter. hilfreich dabei war der studentenjob in der buchhandlung. hier kam man prima an leseexemplare und außerdem gabs immer empfehlungen von den kollegen, zufallsfunde beim einräumen der ware oder im kundengespräch.
ich habe gut 25 jahre mit sehr vielen büchern gelebt. dann kamen ein paar umzüge und ein wasserschaden im altbaukeller, der mich einige meiner bücher kostete. aber ich merkte daran, dass ich nicht jedes buch, das ich mal gelesen habe, auch besitzen muss. außerdem hatte ich immer öfter schon allein beim lesen der klappentexte einer neuersscheinung das gefühl, das ich das alles schon kenne. 
heute also nur noch acht meter bücherregal sowie ein ausweis der frankfurter stadtbibliothek und nur noch etwa 20 bücher als lektüre pro jahr. damit zähle ich immer noch - statistisch gesehen - zu den viellesern. allerdings lese ich deutlich weniger als früher, freue mich aber umso mehr über diese besonderen schätzchen, die man nicht alle tage findet. 



während ich nun in berlin einen neuen lieblingsbuchladen habe, ist das grober unfug in der torstrasse schon länger mein verlässlicher stützpunkt für die beste comic- und graphic-novel-versorgung. und auch das patensöhnchen wird schon herangeführt an die bunten bildergeschichten.


und das beste: in 10 tagen geht es wieder nach berlin. diesmal beruflich, aber ein besuch am bayerischen platz und in der torstrasse sind trotzdem fest eingeplant.

Samstag, 17. Mai 2014

maitage in berlin - das projekt


immerhin 20 cm mit 3.5er nadeln in glatt rechts in runden habe ich in berlin gestrickt - leider fehlen nochmal soviel bis es wieder ein bißchen herausforderner im muster wird. 

für das berlin-projekt habe ich ein gut abgelagertes garn aus dem lager gezogen: 300g lyon von lang, ein seiden-leinen-gemisch, das mal ein top werden sollte. allerdings entpuppte sich das ajour-muster schon bei der maschenprobe als so fürchterlich zu stricken, dass dringend ein plan-b-projekt dafür hermusste. werden soll es nun das strafford-tee aus der knitscene sommer 2011.


am sonntag, bevor es dann am montag losgging, habe ich angeschlagen und schon mal losgestrickt. so fragen wie "passt die nadelstärke?" oder "fabriziere ich doch ungewollt einen möbius?" kläre ich lieber vorher. auf der fahrt soll es dann schon rund laufen. da brauch ich keine dramen wie "neu anschlagen" oder "eine andere nadelstärke wäre doch die bessere wahl". immerhin habe ich dennoch dreimal angeschlagen: zunächst wurde es zu breit und zu locker, beim zweiten versuch ist beim maschen anschlagen die nadel gebrochen. aber da ja bekanntermaßen "aller guten dinge drei sind", klappte es dann doch noch. und seitdem läufts.

bei der re:publica selbst habe ich erfreulicherweise dann auch viel gestrickt. die glatt rechts gestrickten runden waren dafür perfekt geeignet,  und wenn das muster nichts von mir will, kann ich beim stricken prima zuhören oder auch auf die präsentationen achten. netterweise war das licht auf den verschiedenen bühnen auch gut genug. 

dabei war ich nicht die einzige, die was dabei hatte. jasmin hat gehäkelt, antje strickte auch und frau mutti hatte kleine toffee nosed friends dabei, die noch zugenäht werden wollten (und einer davon durfte ja dann bei mir bleiben). am ersten tag war es sogar ein kleines spontanes strick/häkel-treffen auf dem sogenannten affenfelsen (treppenartiges, flaches, langgestrecktes gebilde auf dem man sitzen, sich treffen und an bereitgestelltes mehrfachsteckdosen seine internetgeräte aufladen kann). und wir hatten viel spaß dabei.

in der letzten woche ging es auch schon wieder weiter: nach der konferenz ist vor der konferenz heißt es hier gerade. diesmal beruflich. im ruhrgebiet. 

SOWIE erstaunlicherweise war ich in berlin nur ganz kurz im handmade berlin - auf der jagd nach der aktuellen knitscene. hatten sie aber nicht. also gabs gar kein stricksouvenir.