Sonntag, 26. Mai 2013

von etwas, das lange währte

chittagong mal so ...

...oder so.

von hinten.

mitte im fokus.

langgelegt.

rettungspost.
heute wird es bilderlastig. und ich kann sowohl ungläubig als auch voller stolz verkünden: der chittagong ist erledigt. haken dran. abgekettet. finito. puh!
mittendrin war es nicht nur wie der süße brei, dazu kam noch ein bißchen was von dantes vorhöllen und irgendwie war dann auch noch der wurm drin: nadel gerissen, ein fehler in einer ecke, was zu einer  größeren "maschen fallen lassen und korrekt wieder hochstricken"-aktion führte und gegen ende ging mir echt die lust und luft aus. dass dann schließlich noch beim abketten das garn knapp wurde, verbuchte ich nur noch unter "auch das noch". dankenswerter- und wunderbarerweise konnte mir im club der wollmeisenliebhaber innerhalb von nur stunden ausgeholfen werden und so erreichte mich mitte der woche rettungspost von vlasta. 
nun ist er also abgekettet, gewaschen gespannt, getrocknet und auch schon ausgeführt worden. in diesen kalt-nassen maitagen kann er auch noch prima dienste tun und macht das auch ganz anständig.
bevor ich aber das nächste mal 300g wollmeisen-lace verstricke brauche ich erstmal gehörig erholung. das garn ist toll und ich liebe die farben, aber solche großprojekte machen mir irgendwann überhaupt keinen spass mehr. bevor es hier also einen nuvem geben wird, kann es noch ein wenig dauern.

und die nächsten projekte stehen ja schon in den startlöchern bzw warten auf ihr finish: der line break braucht hat nun 5 lochreihen und noch 82g auf dem 2ten knäuel. bevor ich die lochkante angehe bekommt er noch ein kleine verlängerung. die noro-squares wollen noch zusammengehäkelt werden. mein mai/juni-strang der 6 aus´m stash wartet noch auch eine eingebung und dann will ich noch für den zu erwartenden sommer meine lang und gut abgelagerte asia in ein sigma tee verwandeln. 
es wird also nicht langweilig.

chittagong von ann weaver, je 150g wollmeise lace (100% merino) in nautilus und tandoori massala (nip), nadel 3.75/3.5, gestrickt vom 19. oktober 2012 bis 22. mai 2013.

Sonntag, 19. Mai 2013

die supercraft-sommertasche



das lange wochenende hat mich mal wieder an die nähmaschine gelockt, denn zum nähen brauche ich auch immer etwas mehr zeit. die maschine blockiert dann auch noch den tisch im eßzimmer und zum bügeln muss ich immer ins gästezimmer. außerdem fehlt mir die routine und ich muss alle schritte doppelt durchdenken. aber wie bei allem gilt auch hier: geduld, muße und das richtige werkzeug bringen schöne ergebnisse.
was mir aber immer noch fehlt, ist die richtige ausstattung zum schnitt abpausen, weswegen ich diesmal mit einem fertigschnitt gearbeitet habe. allerdings ist das auch nicht der weisheit bester schluß.

nun aber zurück zum taschenprojekt: das aktuelle supercraft-kit brachte alles nötige mit: den stoff in zwei designs, stoffmalfarbe, moosgummi zum bedrucken und außerdem noch nieten, ösen und eine kordel. da ich eine nähmaschine habe und ich beide stoffe zusammenverarbeiten wollte, habe ich mir eine wendetasche ausgesucht, die durch die eingelegten falten am boden auch ein bißchen weite mitbringt.
den stoff habe erst nach dem zuschnitt bedruckt, da ich so einen besseren überblick hatte, wo ich drucken wollte und wo nicht. aus dem moosgummi werden die formen einfach ausgeschnitten und dank gummierter seite auf einen alten cd-hüllen-deckel geklebt. das hat den vorteil, dass man gut sehen kann, wo genau der stempel auf dem stoff platziert wird. nach dem drucken wird die farbe durch bügeln fixiert und sollte nun auch das waschen überstehen. 
das nähen selber war dann dank schritt-für-schritt-anleitung auch für mich dummy machbar. und rausgekommen ist eine wirklich hübsche sommertasche, die sich auch wenden läßt - ganz nach lust und laune. um es für mich nicht unnötig zu verkomplizieren habe ich keine innentaschen eingebaut - ich bin schon froh, dass es bis hierhin gut geklappt hat.

und wenn ich mich traue, dann hau ich vielleicht noch ein paar ösen oben durch und bastel mir einen kordelverschluß.
es ist auch noch einiges an stoff übrig und ich wollte noch gerne eine passende reißverschlußtasche dazu nähen, da mir aber mein vlies ausgegangen ist, muss ich erst dafür nachschub besorgen.

außerdem gibt es noch neues von der chittagong-front: ich kette ab, allerdings wird mir mein garn dafür nicht reichen (obwohl ich mit 10g angefangen habe, doppelt soviel wie in der anleitung dafür angegeben wird....). netterweise konnte die deutsche meisengruppe auf ravelry ganz schnell mit einem rest in passender farbe aushelfen. jetzt nur noch auf die post warten und den rest niederringen....
in dem teil steckt wirklich alles drin, was es einem verleiden will. wenn er jetzt nicht einfach hammermäßig aussieht nach dem spannen, werde ich ihm das nie verzeihen.

Sonntag, 12. Mai 2013

samstagsprojekt


bevor ich hier die losen fäden wieder aufnehme (an was wird noch gestrickt, wie wars in amsterdam und wo bleiben die kompletten ergebnisse der umfrage?), gibt es heute nur eine impression des gestrigen tagesprojektes: die strickkette von a alicia aus der mollie makes #26.

freitag abend hat es mich ganz kurzfristig gepackt und ich habe die strickmühle und die tüte mit den wollerey-resten rausgesucht. ein gelb-oranges knäuelchen (leider weiß ich nicht, welche qualität es ist) wurde dann flugs verkurbelt (insgesamt werden 100 cm benötigt - und ehrlich gesagt, handstricken möchte ich das nicht unbedingt).
bei tageslicht haben sich dann die guten puzzlematten beim aufstecken der schlaufen bestens bewährt. und passende knöpfe (pink und weiß) fanden sich in der knopfbox. 
dank der strickmühle ein schnelles, schönes projekt, das ich gerne als geschenk im hinterkopf behalten werde.

der heutige sonntag glänzt hier mit april-wetter und wir gucken uns gemeinsam durch die fünfte staffel mad men (endlich mal). währenddessen ringe ich dem chittagong die eine oder andere reihe ab. (eigentlich sollte er heute fertig werden..., klappt wohl leider nicht so ganz).

aber ab morgen wird ja wieder gependelt und im zug gestrickt. da wird der chittagong wohl doch noch fertig - irgendwann.

Donnerstag, 9. Mai 2013

wollbindung goes re:publica

am dienstag haben daniela und ich unserem vortrag auf der re:publica gehalten. die hütte war voll (sicherlich mit ein paar besuchern, die sich bereits für den nachfolgenden vortrag interessierten ^^), aber wir haben es doch geschafft, das thema zu platzieren und die zuhörer zu interessieren.







das ist eine willkürliche, bunte mischung der unterschiedliches tweets während des vortrags. sicherlich hätte man die 30 minuten mannigfaltig füllen können. wir haben uns für einen soziologischen ansatz entschieden mit fokus darauf, wie das internet das crafting verändert und damit auch die wahrnehmung unseres hobbies in der öffentlichkeit. die präsentation funktioniert vornehmlich mit tonspur, vermittelt aber zumindest einen eindruck von dem, was wir vorgestellt haben.

am nächsten tag hatten wir noch ein interessantes gespräch mit einer mitarbeiterin von burda und heise hat überraschend ausführlich (mit ein paar nicht ganz korrekten details) darüber berichtet:
crafting ist mehr als neue handarbeit

inzwischen setzt sich das alles ein bißchen bei mir (hey - ich stand bei der re:publica auf der bühne und habe 300 leuten was erzählt! und das mache ich nicht täglich.) und ich muss gestehen, dass ich die kreise, die es nun zieht ein bißchen unterschätzt habe. dennoch bin ich froh, dass daniela und ich das gewagt, geplant und durchgezogen haben und ich denke auch, dass es gut war, das thema mal in diesem rahmen zu setzen. 

ich bin gespannt, wie es nun weitergeht und wünsche mir auch, dass es im nächsten jahr wieder eine session zum thema geben wird - zumindest der me made mittwoch steht schon in den startlöchern.

Dienstag, 30. April 2013

kunst am hals


nach dem ganz gefuddel mit dem vermaledeiten chittagong brauchte ich eine instant-strickerei: man nehme also dicke nadeln #10, nicht mehr als 100m wolle und einen fernsehabend. heraus kommt dann kunst am hals aka uruboro von stephen west.
ich finde die idee ganz lustig, zwischen den zöpfen nur noch die reste der fallmaschen zu haben und drapiert kann das gute stück durchaus für den einen oder anderen ausgang taugen. allerdings ist es weit entfernt von alltagstauglich (vielleicht könnte ich es noch füttern...?). richtig testen werde ich das dann im herbst, wenn die witterung wieder nach mehr wärmendem verlangt. und nun widme ich mich wieder den letzten 27g vom chittagong. grml.

uruboro von stephen west, aus malabrigo book 4, 150g malabrigo rasta, col. coronilla, nadel #10, gestrickt am 29. - 30. april 2013.

ABER AUCH
das panel von daniela und mir hat es dank daniela sogar in die zeitung geschafft:
http://www.ksta.de/netzwelt/koeln-auf-der-re-publica-frau-elise-haekelt-fuers-netz,16126778,22587520.html
morgen geht es final der präsentation an den kragen und dann hoffe ich, dass ich bis nächsten dienstag nicht noch die krise kriege.

Montag, 29. April 2013

häkeltest


der erste urlaubstag startete erstmal mit einem arzttermin. mein heuschnupfen ist in diesem jahr so heftig, dass ich meine medikamente neu einstellen muss. fürs wartezimmer hatte ich mir ein resteknäulchen noro kureyon eingepackt und die anleitung für die granny square purse aus dem buch crochet noro. dafür braucht man insgesamt 4 knäule, eines davon in einer kontrastfärbung. 3 habe ich im hiesigen lager, fehlt also noch eines für den kontrast. aber bevor ich richtig loslege (und in das fehlende knäuel investiere), wollte ich erst einmal eins zur probe versuchen: genau das richtige fürs wartezimmer. hat auch soweit gut geklappt und ich schreibe mir mal das noro-knäuel auf meinem imaginären einkaufszettel für amsterdam - wäre ja auch ein hübsches souvenir. allerdings habe ich mal wieder festgestellt, was ich am häkeln nur so bedingt mag und einfach nicht gut kann: die terminologie. 
statt der einfachen stäbchen (dc) habe ich nämlich prompt doppelte (liegt bei double ja auch irgendwie nahe) gehäkelt. naja, besser, ich merke das jetzt, als später. und spaß macht es ja trotzdem.

Sonntag, 28. April 2013

bienenfleißig und ein rückschlag


an diesem wochenende war daniela von gemacht mit liebe bei mir und wir haben an unserem panel auf der re:publica gearbeitet. da wir nur 30 minuten zeit haben werden, mussten wir einiges am material und den bereits vorbereiteten inhalten kürzen oder gar ganz rausschmeißen, aber das hilft auch, sich auf das wesentliche des themas zu fokussieren und wir beide haben ein gutes gefühl, dass unser vortrag auch für alle, die kein faible für das crafting haben (kaum vorstellbar) spannend wird. der samstag nachmittag und heute vormittag war dann randvoll gefüllt mit inhalten, präsentation, texten und zahlen.

(aber natürlich habe ich sie erstmal nach der ankunft ins lieblingswolllädchen geschleppt - ein bißchen entspanntes stöbern bevor wir uns in die harten fakten stürzten ^^)

bevor ich am donnerstag nach amsterdam aufbreche (4 tage tapetenwechsel!), muss noch unsere präsentation finalisiert werden, aber nachdem ich daniela heute zum zug gebracht hatte, bin ich erstmal auf der couch total erschöpft zusammengesunken und habe mir alle 4 folgen von the great british sewing bee gegeben. immerhin kann ich behaupten, dass es zur vorbereitung gehört und es glaubt mir sicherlich kein mensch, dass das so unglaublich spannend ist, wer weiterkommt und wie es weitergeht, dass ich einfach nicht aufhören konnte. und es ist unheimlich inspirierend:
zur webseite der great british sewing bee und hier gehts zu tillys blog, der ebenfalls lohnenswert ist.

ein bißchen gestrickt wurde auch, nur dummerweise (und so langsam glaube ich, dass der blöde chittagong unter keinem günstigen stern steht), ist mir meine ausgeliehene 1,50m-nadel beim übergang zum seil gerissen. gerade stricke ich mühselig und langsam auf eine ersatznadel um. aber das dumme ding frisst nicht nur meine nerven, sondern nun auch material. hmpf! dabei will ich nur noch fertig werden...