Sonntag, 31. Juli 2011

das boot / tour 2011



bevor es am montag wieder an die arbeit und in den alltag geht (und auch weil anja schon danach fragte) gibt es hier noch die impressionen unserer boot tour 2011. leider war das wetter (wie in diesem sommer überhaupt) nur 2 tage lang perfekt: warm und sonnig. dann wurde es grau und trübe und schließlich 2 tage noch sehr nass und auch kalt. aber da waren wir schon alte schleusenhasen und auch nasse taue oder ein rutschiges deck haben uns nicht vom kurs gebracht.
es ging also vom yachthafen potsdam über den wannsee auf die spree, durch die mitte berlins mit einem halt am historischen hafen (dank einer fabelhaften einladung), weiter über die media-spree, köpenick bis zum zeuthener see. und auf der rückfahrt schließlich durch den landwehrkanal. und dabei gab es wunderbare aus- und einsichten, freche spatzen und neugierige entenkinder.

Dienstag, 26. Juli 2011

hut aufm boot



bevor es für knapp 6 tage mit dem boot durch berlin und um berlin herum ging, brauchte ich noch unbedingt einen (sonnen)hut fürs boot. meine mutter meinte zwar, sowas könne man auch kaufen, allerdings setzte ich dir daraufhin einfach mal auseinander, wieviel mehr spaß man hat im leben (und auf autofahrten nach berlin), wenn man sich das hütchen selber häkelt.
also am samstag kurz ins hiesige wolllädchen gesaust, 2 knäuel
noro aya ausgesucht und dabei beschlossen, dass in der runde häkeln sowie stäbchen und ein paar feste maschen ja kein problem mehr sind. sind sie auch nicht und das hütchen wäre locker auf der autofahrt fertig geworden, wenn ich mich nicht dreimal(!) in der 6ten reihe verhäkelt hätte. aber auch diese klippe war dann mal umschifft und so habe ich dann eben am montag morgen, bevor wir das boot in potsdam enterten die fäden noch vernäht und statt blume gab es einen button, der die krempe flott macht.
bei den 2 wirklich sonnigen, warmen und perfekten ersten tagen hat er prima dienste geleistet und mich vor dem sonnenstich bewahrt. leider wurde es dann grau, trübe und sehr regnerisch. der hut blieb in der kabine und dafür durfte dann die kapuze der regenjacke ran.
aber vielleicht kommen sie nochmal: die sonnigen tage für den hut.

der hut fürs boot, anleitung aus
knit noro 27, 75g noro aya, col. 2 & 12, häkelndel #3.5, gehäkelt vom 16. - 18. 07 .2011.

Samstag, 16. Juli 2011

es ist angehäkelt


und weil ich keine lust auf ärmel hatte, mal was angehäkelt (schäme mich auch ein bißchen wegen der ärmel).

Samstag, 9. Juli 2011

vom leben nach dem kleid

bevor also lintilla mal angeschlagen werden könnte (und mir graust es schon ein bißchen vor den ganzen shortrows, weil ich mich in so was immer gern verlaufe), gibt es hier noch ein paar andere must-knits:
schon auf den nadeln und fertig werden soll er mitte juli auch noch: der kurzarmpulli aus sol degradé. eigentlich ein untypisches projekt für mich. denn zum einen bin ich kein großer fan von gestrickten sommerpullis und zum anderen steh ich dabei nicht unbedingt auf verschiedene farben aus dem knäuel, allerdings (und jetzt kommen sie, die berühmten ausnahmen): bei blofeld bin ich dem prinzip im letzten sommer ja sowieso schon untreu geworden (und den trage ich sehr gerne mit bluse im herbst/winter und heute auch) und nach eingehender lektüre der knitscene sowie des aktuellen fatto a mano-heftes habe ich beschlossen, mein verhältnis zu kurzarmpullovern zu überarbeiten. deshalb nun sol deradé und eine menge umschläge, die man fallen lassen darf, was für einen schönen fortschritt beim stricken sorgt.

außerdem muß ich wieder dringend bei der
bunny-collection tätig werden. immerhin sind schon zwei kleine mädchen angekommen und harren der erst-bestrickung. und nach vielen, vielen jungs-jacken freu ich mich ja über jede kleidchen möglichkeit. aber immerhin lugt der urlaub schon um die ecke. und ich spekuliere auf erholsame stunden mit viel zeit und lust die nase in die sonne zu halten und auch zu stricken.

Donnerstag, 7. Juli 2011

herz aus gold


jetzt gibt es auch hier einen hitchhiker und den ganz original mit 42 zähnen. mein eigentliches juni-projekt, kleidbedingt mit etwas verspätung fertig geworden.
die
auster wartete hier schon eine ganze weile auf ihren großen auftritt. beim hitchhiker kann sie nun richtig zeigen, was sie kann. ich liebe solche 'zwischendrinfarben' und die goldsprengsel haben dem ganzen schließlich zu seinem namen verholfen: herz aus gold.
es (das herz) ist ein bißchen kürzer als
trillian und die nummer zwei meiner anhalter-strickerei. lintilla steht noch weit vorne auf der liste, allerdings muss vorher noch was anderers fertig werden - davon demnächst dann mehr.

hitchhiker, von martina behm, 146g wollmeise 100%, col. auster (wd), nadel 3.25, gestrickt vom 01. 06.- 06. 07. 2011.

und auch: herzlichen dank für all die netten und so schönen kommentare zum kleid hier, bei ravelry und in echt!

Sonntag, 3. Juli 2011

das kleid und ich





was für ein finale - gestern morgen sah es noch so gar nicht danach aus, als ob das klappen könnte mit dem kleid und dem opernabend: der erste ärmel noch nicht eingesetzt, der zweite ärmel noch nicht fertig gestrickt, eine seitennaht noch offen und auch die abschlußkante fehlte. und wie das immer so ist, brauche ich für die ganze konfektionierung gefühlt (und auch so) immer viel, viel länger als fürs stricken und häkeln selbst. aber zuspruch vom mann und den meet-to-knit-mädels, das daumendrücken von lunacy und willow sowie eine sehr erfolgsversprechende erste anprobe mit 2 geschlossenen seitennähten haben mich dann richtig motiviert. und wie auch gestern abend auf der bühne: es wurde alles gut. um 16:47h war die welt und auch ich um ein häkelkleid reicher und das allerallerallerbeste daran: es sieht einfach toll aus.
und als belohnung für die ganze hetzerei gab es dann einen wunderschönen, unterhaltsamen opernabend, an dem es gleich zeigen konnte, was es kann:


ich bin ja sehr, sehr lange um die anleitung herumgeschlichen, bevor ich mich quasi todesmutig auf das experiment "häkelkleid" eingelassen habe. zuerst fand ich es nur toll, aber nichts für mich, dann haderte ich mit der häkelei und ein paar details haben mir auch nicht so gut gefallen. beispielsweise fand ich es zu lang, den kragen zu wenig elegant und auch die schultern sitzen auf dem bild nicht richtig. aber das sind ja feinheiten, die man dann anders machen kann.
sabine hat mich dann noch mal angestachelt und nach dem beendeten shrug habe ich einfach das garn besorgt.
im nachhinein war es ein perfektes projekt: die nadelstärke (5.5) und auch die großen rapporte lassen schnell was sehen und sind dankbar für häkelanfänger. die gestrickten ärmel und abschlüsse aus glänzendem
amalfi machen es zu einem tollen hingucker und als strickerin kann man sich dabei wieder entspannen. und perfekt macht es dann das schwarze unterkleid, das ich praktischerweise schon besaß.
und irgendwie finde ich es nun ganz unglaublich, dass ich wirklich und wahrhaftig ein schwarzes kleid gehäkelt habe und es auch noch sehr mag.

kleid #58, fatto a mano 182, 650g lang cotone, col. 4 (schwarz), 200g lang amalfi, col. 4 (schwarz), häkelnadel 5.5, stricknadel 5.0 und 6.0, gestrickt/gehäkelt vom 10. 06. - 02. 07. 2011